zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 09:35 Uhr

Beeindruckende Gastfreundschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Förderverein unternimmt erlebnisreiche Fahrt in die polnische Partnerstadt Nowy Staw

Von beeindruckenden Begegnungen berichtet der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Partnerschaft zwischen den Städten Wilster und Nowy Staw, Helmut Jacobs. Unter seiner Leitung reiste eine Gruppe Wilsteraner nach Polen. Hauptziel war Nowy Staw. Gustav Hintz übernahm das Dolmetschen, zu den weiteren Teilnehmern gehörten fast der gesamte Vorstand des Fördervereins, die Ratsmitglieder Maren Hayenga (CDU) und Eike Starck (SPD), fünf ehemalige Neuteicher und einige Interessierte.

Am Abend der Anreise wurden die Wilsteraner im Hotel vom Bürgermeister der Partnerstadt, Jerzey Szalach, und vom Direktor des Kulturhauses empfangen. Am nächsten Tag besichtigten sie die Stadt, besuchten Schulen und den Kindergarten. Die Jungen und Mädchen dort überraschten die Besucher in einer Sporthalle mit einigen Tänzen. Die offizielle Begrüßung in Anwesenheit einiger Stadtvertreter folgte dann in der früheren evangelischen Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt.

Der Bürgermeister überreichte allen Gästen aus Wilster Tragetaschen mit Büchern über die Stadt und kleinen Präsenten. Das Kirchengebäude, das vor einigen Jahren mit Mitteln des Wilsteraner Fördervereins zunächst vor dem Verfall gerettet worden war, wurde vor 4 Jahren für 1,2 Millionen Euro zu einem Kulturzentrum umgebaut.

Beim abendlichen Treffen im Hotel seien die gesamte Stadtvertretung, Verwaltungsmitglieder, die Schulleiter, die Leiterin des Kindergartens, der Feuerwehrhauptmann und mehrere Vereinsvorsitzende dabei gewesen. Helmut Jacobs überbrachte auch in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister die Grüße der Stadt Wilster und übergab eine Wilster-Flagge. Diese ließ der Bürgermeister noch am Abend auf dem Marktplatz aufhängen. Auch Wilstermarschkäse, Wilsteraner Kümmel und Handtücher, die von Marja Schulz mit beiden Städtenamen bestickt worden waren, fanden großen Anklang. Außerdem übergab Jacobs dem Schulleiter des Gymnasiums, der Leiterin des Kindergartens und dem Direktor des Kulturhauses Geldbeträge vom Förderverein für einige Projekte. Nach dem gemeinsamen Essen wurden Lieder gesungen. „Die Polen und Deutschen versuchten sich mit ihren Liedbeiträgen gegenseitig zu übertrumpfen. Es zeigte sich bei diesem gemeinsamen Singen, dass die unterschiedliche Sprache kein Hemmnis ist, um zusammen Spaß zu haben“, so Jacobs Bei den vielen Gesprächen dolmetschte auch eine Lehrerin, die dort Deutsch unterrichtet, erzählt Jacobs weiter. Gustav Hintz sorgte mit seinem Saxofon für musikalische Begleitung und es wurde fleißig getanzt. Alle seien sich einig, dass der Abend „ein Beweis dafür ist, dass Polen und Deutsche immer mehr zusammenwachsen“.

Am Tag darauf besichtigte die Reisegruppe Danzig. Jacobs: „Die im Krieg völlig zerstörte Stadt ist hervorragend wieder aufgebaut worden.“ Am Nachmittag fuhr die Gruppe mit einem Schiff nach Zoppot, wo sich eine der längsten Seebrücken befindet. Der Abend klang mit einem Abendessen und gemütlichem Beisammensein im einzigen Restaurant von Nowy Staw aus. Ziele des nächsten Tages waren Marienburg und Paslek, Itzehoes Partnerstadt. Höhepunkt war eine vierstündige Schifffahrt auf dem Oberländer Kanal durch ein Naturparadies nach Elbing. Die Gruppe erlebte eine mechanische Meisterleistung, weil das Schiff über so genannte Rollberge auf Schienen über das Land gezogen wurde.

Am Abend überraschte die Stadt Nowy Staw die Wilsteraner Gruppe mit einem Abschieds-Konzert in der ehemaligen evangelischen Kirche mit dem Blasorchester der Stadt. Der Dirigent, der mehrere Male während seiner Wilsterbesuche bei Otto Andresen gewohnt hatte, gab dem Chorsänger mehrere Gelegenheiten zum Mitsingen vor dem Publikum. Auch Gustav Hintz wurde mit seinem Saxofon einbezogen, er gab auch einige Soloeinlagen. Zudem trugen mehrere Kinder- und Jugendgruppen mit Liedern und Tänzen zu einem gelungenen Abschluss der Reise bei.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2016 | 10:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen