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Norddeutsche Rundschau

30. April 2017 | 03:22 Uhr

Auftakt für Eislauf-Saison

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit fast 300 Besucher fiel in der Brokdorfer Eissporthalle der Startschuss - mit einer Woche Verspätung

Erst ging gar nichts mehr, nun hat es aber doch noch geklappt: Im Elbe Ice Stadion (EIS) wurde die Saison mit einwöchiger Verspätung eröffnet. Knapp 300 Besucher zogen beim öffentlichen Eislaufen ihre Bahnen. Nachdem die Saisoneröffnung in der vergangenen Woche zunächst ins Wasser gefallen war (wir berichteten), haben die Schlittschuhläufer nun wieder eine Handbreit Eis unter den Kufen.

Um acht Tage verzögert hatte sich der Auftakt, da wegen technischer Probleme das Eis nicht hart genug werden konnte. „Das lag daran“, so Eismeister Lutz Strüven, „dass ein Ventil in einem der zwei Verdichter defekt war, die für das Gefrieren des Eises sorgen.“

Dafür stehen neben einem Vier- auch ein Sechs-Zylinder-Verdichter zur Verfügung, in dem der Defekt auftrat. „Der kleinere Vier-Zylinder-Verdichter alleine, der dann als Ersatz einspringen musste, hat die große Menge an Eis aber nicht bewältigen können.“ Immerhin muss er auf einer Fläche von 1800 Quadratmetern 3,5 Zentimeter dick das Eis stabil unter Null Grad halten. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon zweieinhalb Zentimeter geschafft, bevor die Anlage ausgefallen ist“, schildert Mitarbeiter Ingo Kadler. Das schon gemachte Eis musste dann erst einmal mit der Eismaschine wieder abgekratzt werden.

Die zuständige Firma hatte das Ersatzteil nachbestellt, das allerdings erst aus Loxstedt in Niedersachsen geliefert werden musste. „Das dauerte etwas, bis es da war.“ Am Freitag vorvergangener Woche war die Kühlung dann wieder in Betrieb, danach musste das Eis aber erneut Stück für Stück aufgebaut werden. Wasser wird dafür mit Feuerwehrschläuchen gleichmäßig millimeterweise über die gesamte Fläche aufgelegt. Mit vier Mann waren die Eismeister damit beschäftigt. „Mit dem neuen Teil in der Anlage klappte das dann auch ohne Probleme“, so Guido Kadler.

Es dauerte dann aber erneut etwa acht Tage, bevor die geschlossene Eisdecke in halbstündigen Schritten wieder aufgebracht werden konnte. „Deshalb konnte der eigentlich geplante Termin der Eröffnung nicht eingehalten werden und es mussten sowohl das Eishockeycamp wie auch einige Kindergeburtstage und eine Eis-Disco entfallen“, bedauerte Guido Kadler.

Größere Reaktionen des Publikums habe es darauf aber nicht gegeben, war Eismeister Lutz Strüven froh. Ganz im Gegenteil: „Dafür, dass wir verspätet geöffnet haben, war der erste Tag ein guter Tag“, sagte Guido Kadler. „Am Abend vorher waren schon zwei Gruppen zum Eishockeyspielen da, ab jetzt läuft alles normal.“

Darüber freuten sich auch Nils Feddersen aus Meldorf und Bärbel Brouwers aus Heide, die auf dem Eis unterwegs waren. „Es ist angenehm, hier Schlittschuh zu laufen, und nicht zu voll“, sagte Bärbel Brouwers, die in den vergangenen Jahren schon einige Male da war. „Und man kann einmal bezahlen und den ganzen Tag bleiben“, ergänzte Nils Feddersen.

Jennifer und Joline Rohwer aus Brokdorf erzählten: „Wir wollten eigentlich schon letzte Woche laufen“, so Joline. „Es war schade, dass das nicht geklappt hat, denn wir haben uns schon drauf gefreut“, sagte Jennifer. So nutzten sie nun die Gelegenheit, den Nachmittag nach Jennifers Fußballspiel gegen den SV Eichede mit dem Eislaufen ausklingen zu lassen.

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erstellt am 26.Okt.2015 | 16:25 Uhr

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