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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 00:51 Uhr

Auf den Spuren der finnischen Jäger in Lettland

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eine besondere Reise unternahm Achim Jabusch, Vorsitzender des Vereins für Kultur und Geschichte Hohenlockstedt. Auf Einladung des Inspekteurs der finnischen Pioniertruppen, Oberst Juoko Rauhala, ging es nach Lettland. Dort nahm der Hohenlockstedter an einer Gedenkveranstaltung in Schmarden nahe Riga teil.

Es war ein besonderer Tag für die finnischen Verteidigungskräfte, denn an diesem Tag vor 100. Jahren wurde die Pionierkompanie des Königlich–preußischen Jägerbataillons 27 zur Unterstützung der deutschen Front im Bereich der 8. Armee eingesetzt . Es war der erste Fronteinsatz der finnischen Jäger nach ihrer Ausbildung im Lockstedter Lager. Der Einsatz verlief für die deutschen Truppen erfolgreich und die finnischen Pioniere hatten einen großen Anteil an diesem Erfolg, so dass sie in der damaligen Frontberichterstattung mehrfach genannt wurden.

Dieser Einsatz hatte für das Vertrauen der finnischen Jäger in ihre Ausbildung und ihr zukünftiges militärisches Handeln eine große Bedeutung, hob der Präsident der Jägerstiftung (Jägerbataillon 27), Generalmajor a.D. Jukka Pennanen, in seinem geschichtlichen Rückblick während der Gedenkveranstaltung noch einmal besonders hervor.

Mit dem jährlich stattfindenden „Tag der Pioniere“ erinnern die finnischen Verteidigungskräften an dieses Ereignis und würdigten es jetzt zum 100-jährigen Jubiläum mit einem Gedenkstein in Schmarden.

Nach der Begrüßung blickte der Vorsitzende der Denkmalsorganisation, General a.D. Juhani Kääriänen, auf die Vorbereitungen für diesen Tag, die bereits im Jahr 2011 begannen, zurück. Anschließend enthüllte er das fünf Tonnen schwere und vier Meter hohe Denkmal. Musikalisch begleitete der finnische Opernsänger Heikki Aalto die Gedenkfeier in Lettland. Unter den 200 geladenen Gästen befanden sich unter anderem der finnische Verteidigungsminister Jussi Niinistö, Lettlands Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis, der finnische Botschafter in Lettland Pekka Wuoristo sowie weitere ranghohe militärische Vertreter aus Finnland. Nach den Feierlichkeiten in Schmarden lud der finnische Botschafter die Gäste zu einem Empfang in der Botschaft von Riga ein.

Bei der Anreise am Vormittag legten Hanna Rieck Takala vom Finnischen Jägermuseum in Kauhava, Achim Jabusch und Oberst Ortwin Timm vom Bund der deutschen Pioniere noch gemeinsam einen Kranz auf einem Soldatenfriedhof in der Rigaer Bucht nieder. „Es war eine schöne, würdevolle Gedenkveranstaltung an einem geschichtlichen Ort auf dem Weg zur finnischen Unabhängigkeit“, lautete das Fazit des Hohenlockstedters.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 12:15 Uhr

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