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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 13:25 Uhr

Energiesparen : Auf dem Weg zum Klimaschutz-Kreis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Energiebeauftragte Sandra Ludwigh strebt eine Zertifizierung für den Kreis Steinburg noch in diesem Sommer an – damit wäre er der erste in Deutschland.

Steinburg ist auf dem besten Weg zur Auszeichnung als „energieeffizienter Kreis“ – und das als erster in Deutschland. Daran arbeitet Sandra Ludwigh (33) mit Hochdruck. Sie ist die neue Energie- und Klimaschutzbeauftragte und hat das Programm von ihrer Vorgängerin, Johanna Behn, übernommen, die mit einem Drei-Jahres-Plan den Grundstein gelegt hat. Jetzt, nach nur der Hälfte der Zeit, steht die Auszeichnung durch die Deutsche Energie-Agentur (Dena) kurz bevor. „Ich denke, es könnte noch im Sommer etwas werden“, gibt sich Ludwigh optimistisch.

28 konkrete Maßnahmen umfasst das Energie- und Klimaschutzprogramm (EKP), das 2015 in Kraft trat. Es wird unter anderem am Beleuchtungskonzept gefeilt, die Bewusstseinsbildung vorangetrieben und erforderliche Sanierungen umgesetzt. Alles unter der Überschrift der Steigerung der Energieeffizienz. Um den Überblick zu behalten, wie weit das EKP bereits vorangeschritten ist, gibt es eine Projekt-Ampel, die mit den Farben rot, gelb und grün zeigt, welche Maßnahmen noch erledigt werden müssen beziehungsweise schon umgesetzt sind.

Die meisten Vorhaben finden sich im Handlungsfeld „Gebäude“, wo es häufig um energetische Sanierung und Planung geht, wie beispielsweise bei der neuen Sporthalle am Detlefsengymnasium und dem Kreishausneubau. An den kreiseigenen Schulen werden aber auch Lehrer und Schüler für das Thema sensibilisiert mit Bildungsmaterial versorgt und so genannte Energie- und Klimaexperten bestimmt. In Büttel wurde über den Abbau von Straßenlaternen im Außenbereich entschieden. Und Ampeln, für die der Kreis zuständig ist, würden künftig immer öfter mit LEDs ausgerüstet. „Es kommen alle Maßnahmen auf den Prüfstand, bei dem wir vor allem wirtschaftliche und umweltschonende Gesichtspunkte beleuchten“, sagt die Klimaschutzbeauftragte.

„Es geht darum, Vorbild zu sein, aber auch für das Thema im Allgemeinen zu sensibilisieren“, fügt Landrat Torsten Wendt hinzu. Das fange bei Kleinigkeiten an, wie das Lichtausschalten, wenn man den Raum verlässt oder das Runterdrehen der Heizung nach Feierabend. Dafür gibt es extra eine „Checkliste Feierabend“. Und auch die Computer der Kreisverwaltung sparen Strom. Statt eines Personalcomputers (PC) steht auf jedem zweiten Schreibtisch ein Netzwerkcomputer (NC), der nur ein Prozent des Stroms verbraucht.

Auch im Fuhrpark hat das Energiebewusstsein längst Einzug gehalten. „Neben zwei Dienstfahrrädern für die kurzen Strecken in der Stadt haben wir jetzt auch ein Elektroauto“, berichtet Sandra Ludwigh. „Wir sind nicht nur im Bereich Breitband Klassenbester. Auch bei der Klima- und Energieeffizienz sind wir ganz vorne mit dabei. Das zeigt auch, was für eine starke Innovationskraft wir hier im Kreis haben“, sagt Wendt. Das übergeordnete Ziel sei es, die Energieeffizienz zu erhöhen und damit die Ressourcen und die Haushaltskasse zu schonen, erklärt der Landrat. Dabei habe der Kreis nur begrenzte Mittel und will Vorbild für die Bürger in der Region sein. „Viele Kleinigkeiten zusammen, ergeben am Ende aber auch schon eine Menge. Und letztlich steht das nachhaltige Handeln im Vordergrund“, sagt Sandra Ludwigh, die schon an neuen Maßnahmen arbeitet, um auch nach der erhofften Zertifizierung die Auszeichnung „energieeffizienter Kreis“ halten zu können.

>Weitere Informationen auf der Internetseite des Kreises: www.steinburg.de

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erstellt am 01.Mai.2016 | 16:09 Uhr

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