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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 17:24 Uhr

Auch Ecklak dreht nicht an der Steuerschraube

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Obwohl die Gemeinde Ecklak im kommenden Jahr 2017 einen Haushaltsfehlbetrag von 47  000 Euro erwartet, sieht die Gemeindevertretung keinen Grund zur Sorge. „Wir haben noch genügend Geld in den Rücklagen“, machte Bürgermeister Heino Evers deutlich. In der allgemeinen Rücklage stehen zum Jahresende mehr als 454  000 Euro.

Angesichts dieser Finanzlage sieht der Gemeinderat keinen Grund, Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung zu ergreifen. Auch an der Steuerschraube soll nicht gedreht werden. Die seit Jahresbeginn 2016 geltenden Hebesätze bleiben also unverändert mit 320 Prozent für die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Grundstücke), 330 Prozent für die Grundsteuer B (Wohngrundstücke) und 340 Prozent für die Gewerbesteuer. Sie liegen künftig zum Teil unter den neuen Nivellierungssätzen, mit denen das Land mindestens einen Hebesatz von 325 Prozent für die Grund- und 336 Prozent für die Gewerbesteuer verlangt. „Wir haben im nächsten Jahr mehr Belastungen als Einnahmen“, beschrieb Bürgermeister Heino Evers die derzeitige Situation.

Durch höhere Schulbaulasten – zum Beispiel für den Neubau der Grundschule in Wilster – steigen diese um 33  000 Euro. Die Kindertagesstätte fordert einen um 10  500 Euro erhöhten Zuschuss und für den Waschplatz sind durch die Sanierung der Ölabscheider Mehrkosten von 6700 Euro zu erwarten.

Der Haushalt 2017 wurde einstimmig mit 471  800 Euro Einnahmen und 518  800 Euro Ausgaben beschlossen, was unterm Strich zu dem genannten Fehlbetrag führt. Investitionen sind für insgesamt 52  800 Euro geplant, davon allein 50  000 Euro als Zuschüsse an die Bürger für den Anschluss ans Breitbandnetz (wir berichteten). Möglicherweise soll dieser Zuschuss bei entsprechendem Bedarf auch noch erhöht werden.

Schon in den Jahren 2018 bis 2020 kann die Gemeinde nach Berechnungen der Amtsverwaltung wieder mit einem jährlichen Plus von 3800 Euro rechnen. Und das trotz einer Erhöhung von Zuschüssen an Vereine und Verbände. Die Feuerwehr soll im neuen Jahr unverändert 1000 Euro erhalten, die Jugendfeuerwehr 100 Euro. Für die Heimat- und Kulturpflege werden erstmalig 400 Euro bereitgestellt, während Kinder- und Dorffest und Laternenumzug mit 1100 Euro statt bisher 200 Euro unterstützt werden. Für die Seniorenbetreuung bleibt es bei jährlich 100 Euro, für die Wohlfahrtspflege gibt es 300 statt bisher 200 Euro. Die Mittel für Sportförderung werden von 200 auf 400 Euro verdoppelt.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 14:30 Uhr

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