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Norddeutsche Rundschau

21. Februar 2017 | 06:14 Uhr

Umfangreiche Strassenarbeiten : Asphaltlöcher bald Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Deckenerneuerung zwischen Störsperrwerk und Brokdorf startet im Juli. Strecke Brokdorf-St. Margarethen folgt Anfang 2015 mit Radwegebau

„Es gibt so einiges, was wir in der Planung haben“, kündigte der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Niederlassung Itzehoe, Diplom-Ingenieur Kai-Uwe Schacht, gemeinsam mit der für den Straßenbau zuständige Bereichsleiterin Iris Dautwiz in einem Gespräch mit unserer Zeitung an. Die Gesamtkosten sind mit rund elf Millionen Euro veranschlagt. Neben Baumaßahmen in der Krempermarsch und Dithmarschen liegt der Schwerpunkt in der Wilstermarsch. Vorgesehen sind Deckenerneuerungen und Straßenausbau auf der Bundesstraße 431 zwischen Störsperrwerk und Scheelenkuhlen bei St. Margarethen sowie auf der Bundesstraße 5 zwischen den Anschlussstellen Wilster/Nortorf und Landscheide.

Die Arbeiten entlang der B431 starten bereits in Kürze. Für die Zeit vom 14. Juli bis 6. September soll als erstes die Deckenmaßnahme vom Störsperrwerk bis zum Brokdorfer Kreisel in Angriff genommen werden. Die Fahrbahn, deren marode Asphaltdecke bei besonders schadhaften Stellen bis zu 21 Zentimeter, ansonsten aber rund zehn Zentimeter tief abgefräst werden muss, soll in vier Bauabschnitten mit einer sechs Zentimeter starken Asphaltbinder- und einer vier Zentimeter starken Deckschicht neu hergerichtet werden. Die Ausbaustrecke ist untergliedert in die Abschnitte 1 vom Sperrwerk bis Dammducht, 2 bis Abzweigung Kleinwisch, 3 bis Hollerwettern/Roßkopp und 4 bis zum Kreisel in Brokdorf. Während der Bauarbeiten muss die B 431 abschnittsweise voll gesperrt werden. Die Umleitung wird ausgeschildert, wobei der Lkw- und Schwerlastverkehr aufgrund der Gewichtsbeschränkungen Umwege über Krempe und Neuenbrook zur B 5 in Itzehoe nach Landscheide sowie umgekehrt in Kauf nehmen muss. Die Baukosten, die auch für den Radweg eine neue Deckschicht enthalten, belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Die Bauzeit könnte sich aus Witterungsgründen verschieben. „Die Asphaltierung ist bei Regen nicht möglich und auch nicht zulässig“, so Schacht.

Noch in diesem Jahr sollen die Aufträge für den Ausbau der B 431 und den Neubau eines Radweges von Brokdorf über Arentsee bis kurz vor Scheelenkuhlen vergeben werden. „Wir wollen damit die letzte Radweglücke zwischen Brokdorf und St. Margarethen schließen“, erläuterte Kai-Uwe Schacht. Der Radwegbau auf der Deichseite wird Teil des Straßenausbaus sein, mit dem die Fahrbahn von jetzt fünfeinhalb auf sechseinhalb Meter verbreitert werden soll. „Grundlage ist der Planfeststellungsbeschluss vom 25. März 2009“, erinnerte Iris Dautwiz. Mit einer Abflachung der beiden scharfen Kurven in Arentsee werden darüber hinaus zwei unfallträchtige Bereiche entschärft. Der schlechte Straßenzustand insbesondere in Brokdorf-Arentsee ist in der Vergangenheit schon so manchem Verkehrsteilnehmer zum Verhängnis geworden. Eine junge Radfahrerin aus St. Margarethen wurde, weil sie von einem Sprinter eng überholt wurde, durch eine Schlaglochpiste abgedrängt. Glücklicherweise kam sie unverletzt davon, aber ein Reifen ihres Rennrades war geplatzt.

Mit dem Bau soll, sobald die Witterung dies zulässt, dann Anfang kommenden Jahres begonnen werden. Die Kosten für diesen zwei Kilometer langen Abschnitt sind mit rund drei Millionen Euro beträchtlich. Für die neue Fahrbahn und den Radweg wurden auch mehrere Grunderwerbsverhandlungen erforderlich, denn zum Baubereich gehören neben der Fahrbahn ein 1,75 Meter breiter Seitenstreifen, der zwei Meter breite Radweg und eine ein Meter breite Bankette, neben der ein neuer Straßengraben hergestellt werden muss. Der alte Graben wird überbaut und mit Kiesauflastungen überhöht, um mögliche Setzungen zu beschleunigen. Mit dem Einbau von sieben Meter tiefen Vertikaldränagen soll das Wasser aus der Tiefe nach oben gepresst und abgeleitet werden, so dass nach einer Liegezeit von etwa eineinhalb Jahren der Restausbau der B 431 vorgenommen werden kann. Solange muss der Verkehr auf einer Einbahnstraße vorbeigeführt werden, während in der Gegenrichtung eine Umleitung erforderlich wird. Die Gesamtbauzeit wird sich über zweieinhalb Jahre erstrecken.

Das Vorgehen der Straßenbauer soll den Anwohnern im Spätherbst auf einer Bürgerversammlung erläutert werden. „Wir können dann immer noch auf Anregungen und Wünsche Rücksicht nehmen“, versicherte der Chef des Landesbetriebes.

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