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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 08:43 Uhr

Amtsgremium befürwortet Zuschuss für neues Kulturhaus in Wilster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von Seiten des Amtsausschusses kann das Kulturhaus Wilster auf eine finanzielle Unterstützung hoffen. Im Finanzausschuss wurde jetzt der Antrag auf einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro mit deutlicher Mehrheit befürwortet. In städtischen Gremien hatte es zuletzt dafür keine Mehrheit gegeben.

Kulturhaus-Chef Anton Brade nutzte vor dem Gremium die Gelegenheit, noch einmal kräftig die Werbetrommel zu rühren. „Wir hatten von Beginn an einen erstaunlichen Zulauf“, äußerte er sich ein bisschen selbst überrascht von der Resonanz seit der Eröffnung des Hauses am Markt. Brade betonte, dass das Kulturhaus von einem gemeinnützigen Verein betrieben werde und die Eintrittspreise für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich bleiben sollen. Den errechneten Jahresumsatz des Kulturhauses gab Brade mit rund 100  000 Euro an. Für den nächsten Sommer kündigte er ein Wilstermarsch-Festival an, das die Kulturarbeit auch in die Gemeinden tragen soll. „Wir wollen Kultur und Leben auch im ländlichen Raum“, sagte er. Brade, der seit fünf Jahren in Wilster lebt, zeigte sich begeistert von den Menschen in der Marsch. „Ich hatte gleich das Gefühl: Ich gehöre dazu.“ Und: „So viel Unterstützung wie hier habe ich in Berlin nie erlebt.“

„Meine Unterstützung ist da“, kündigte St. Margarethens Bürgermeister Volker Bolten Zustimmung zum Förderantrag an. Auch die Brokdorferin Elke Göttsche sprach sich für finanzielle Hilfe aus, die allerdings zunächst auf das Jahr 2017 begrenzt werden müsse. Ähnlich äußerte sich auch der Bütteler Bürgermeister Richard Schmidt: „Das muss man von der Sache her jedes Jahr neu entscheiden.“

Einzig der Beidenflether Peter Krey konnte dem nicht beipflichten. Er begrüßte zwar ebenfalls Arbeit und Engagement des Kulturvereins, warb aber um Verständnis, wenn er sich nicht mit einem Zuschuss anfreunden könne. Krey begründete dies mit der in einigen Gemeinden auch sehr angespannten Finanzlage. Als Beispiel führte er an, dass gerade zwei kleine Kommunen aus dem Wegeunterhaltungsverband hätten austreten müssen, weil sie die Umlage nicht mehr finanzieren konnten. Auch gebe es je nach Haushaltslage immer wieder mal Hinweise von der Kommunalaufsicht, dass man – zum Beispiel – an den Zuschüssen für Sportvereine etwas machen müsse.

Das letzte Wort hat dann der Amtsausschuss. Bereits am morgigen Dienstag (19 Uhr, Neues Rathaus) steht das Thema auf der Tagesordnung der Ratsversammlung. Hier hat die CDU als Mehrheitsfraktion bereits klar Ablehnung angekündigt.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 15:21 Uhr

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