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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 13:00 Uhr

Bildung : Alles spricht für einen Neubau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einigkeit im Schulverbandsvorstand: Sanierung der Wolfgang-Ratke-Schule in Wilster lohnt sich nicht mehr. Ersatzbau würde 3,5 Millionen Euro kosten.

Soll für die Wolfgang-Ratke-Schule in Wilster ein Neubau errichtet oder das bestehende Hauptgebäude grundlegend saniert werden? Diese Frage hat der Vorstand des Schulverbandes Wilstermarsch noch einmal diskutiert und anschließend einen von der Schulverbandsversammlung gefassten Neubaubeschluss einstimmig bestätigt. Die Neubaukosten wurden von Verbandsvorsteher Walter Schulz mit 3,5 Millionen Euro beziffert, allein für eine Ertüchtigung und energetische Sanierung des Altbaus würde mit Kosten von fast 750  000 Euro gerechnet. Vordringlich wären dabei die Schaffung von Fluchttreppen vom Dachgeschoss bis zum Hochparterre, neue Fenster und weitere Brandschutzauflagen.

Klar gegen eine Sanierung sprach sich die Bürgermeisterin von Aebtissinwisch, Regina Kraft, aus. Mit einer solchen Maßnahme würde „ein Fass ohne Boden“ geöffnet, befürchtete Regina Kraft. Auch ihr Ecklaker Kollege Heino Evers vertrat die Auffassung, dass die Verbandsentscheidung für einen Neubau umgesetzt werden sollte. Bürgermeister Volker Bolten aus St. Margarethen regte eine nochmalige Beratung im Bauausschuss des Schulverbandes an.

Der Leiter der Finanzabteilung im Amt Wilstermarsch, Sven Baumann, wies darauf hin, dass er schon jetzt drei Millionen Euro in den Haushalt 2017 für den Schulneubau eingestellt habe. Den Neubau favorisierte der Kämmerer mit dem Hinweis, dass „wir im Amt eine extrem finanzstarke Gemeinde haben“, die mit ihrem nach der Steuer- und Finanzkraft berechneten Kostenanteil alle übrigen Marschgemeinden entlasten würde.

Der Verbandsvorstand gab schließlich einstimmig grünes Licht für die Ausschreibung der drei ersten Planungsschritte für den Schulneubau aus. Dafür werden im Haushalt 250  000 Euro bereitgestellt. Walter Schulz stellte klar, dass aufgrund der Planungszeiträume sicherlich drei bis vier Jahre vergehen würden, „bevor wir auch nur einen Stein auf den anderen setzen können“.

Der Verbandsvorstand gab im Übrigen grünes Licht für kleinere Unterhaltungs- und Renovierungsarbeiten sowie für Anschaffungen im Jahre 2017. So stehen für die Wolfgang-Ratke-Schule im Jahr 2017 weitere 20  400 Euro ins Haus, für die Gemeinschaftsschule 98  000 Euro und schließlich für die Grundschule Wilstermarsch 10  900 Euro am Standort St. Margarethen und 23  000 Euro am Standort Wewelsfleth.

Die Schulleiter der Verbandsschulen wurden zu Beginn der Sitzung vom Schulverbandsvorsteher begrüßt: Marlies Krumm-Voeltz (Gemeinschaftsschule), Ursula Preuß-Köhler (Schule in St. Margarethen), Annedore Krey (Schule in Wewelsfleth) und Uwe Maaß (Wolfgang-Ratke-Schule Wilster).

Uwe Maaß wird mit Ende dieses Schuljahres im Sommer 2017 nach 30-jähriger Amtszeit als Schulleiter der Grundschule in Wilster in den Ruhestand treten. Für ihn muss im ersten Halbjahr 2017 ein Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin gewählt werden. Dafür sind 20 Mitglieder für den Schulleiterwahlausschuss zu benennen: zehn aus den Reihen der Schulverbandsversammlung sowie je fünf aus dem Lehrerkollegium und aus der Elternschaft. Wie in der Vorstandssitzung bekannt wurde, hat es bei der ersten Ausschreibung dieser Schulleiterstelle eine Bewerbung gegeben. Möglicherweise wird es noch eine zweite oder sogar dritte Ausschreibung geben. Der Verbandsvorstand gab schließlich einstimmig grünes Licht für den Haushaltsentwurf 2017, der von der Verbandsversammlung am 28. November im „Dückerstieg“ endgültig zu verabschieden sein wird. Ohne weitere Aussprache segnete der Vorstand ebenso einen 3. Nachtrag zur Verbandssatzung sowie eine 2. Änderung der Geschäftsordnung des Schulverbandes ab.


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