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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Historisches Gebäude : Alles raus aus der Steinburg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Steinburg – ein historisches Gebäude in Itzehoe - wird für die Sanierung vorbereitet. Beim Ausräumen stoßen die Helfer auf manchen Schatz.

Alles muss raus. Bücher, Regale, Tische, Müll. Die Steinburg wird leer geräumt. Es ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Sanierung des mehr als 350 Jahre alten Gebäudes Ecke Breite Straße/Sandberg, das inzwischen dem Adeligen Kloster gehört.

Im Moment ist noch der Verein Freunde der Steinburg am Zug: Dieser habe die Aufgabe übernommen, ein Nutzungskonzept und ein Gutachten zu den nötigen baulichen Schritten zu erstellen, sagt Vorsitzender Martin Kayenburg. Das übernimmt der Heiligenstedtener Angus Bangert mit seinem Hamburger Architekturbüro. „Er ist mit großem Engagement dabei“, so Kayenburg. Zurzeit müsse er aber pausieren, weil erst das Haus geräumt sein müsse: „Das Aufmaß ist nur dann sinnvoll.“

Natürlich sei man im Verein gespannt, was sich im Gebäude zeigen werde. Erste Hinweise gibt es bereits: Nach dem Abbau eines der Regale in der ehemaligen Buchhandlung Gerbers im vorderen Bereich ist eine Wand freigelegt mit ehrwürdigen Holzbalken. „Es ist eine Erleichterung zu sehen, dass es in diesem Stockwerk ganz trocken ist“, sagt Susanne Gräfin zu Rantzau, die sich um das Ausräumen kümmert. Eine Reihe Bücher, die bei den Verkaufsaktionen zum Itzehoer Flohmarkt und danach übrig blieben sind, werden nach und nach in die Bücher-Telefonzelle gegenüber gebracht. Bis auf die plattdeutschen Werke: Sie sollen im Rahmen des Fehrs-Tages am 17. August verkauft werden, so will der Verein weiter an seinem Anteil für das Gutachten arbeiten, das insgesamt 35  700 Euro kostet: Der Kreis förderte die Expertise mit 20  000 Euro, die Aktiv-Region mit 7000 Euro, der Verein muss 8700 Euro aufbringen. „Da haben wir noch eine Lücke“, sagt Kayenburg. Er freut sich über Künstler Friedel Anderson und den Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich als neue Unterstützer, weitere Mitglieder und vor allem Spender seien willkommen.

„Das Ziel unseres Vereins bleibt es, dieses das Stadtbild prägende Gebäude zu erhalten und einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen“, so der Vorsitzende. Seit 2012 steht die denkmalgeschützte Steinburg leer, ein Käufer fand sich nicht, bis das Kloster zugriff. Im kommenden Jahr soll die denkmalgerechte Sanierung beginnen, rechtzeitig dafür soll im Spätherbst das Gutachten fertig sein, wie Kayenburg sagt.

„Natürlich ist der Erwerb durch das Kloster und die geplante Sanierung der Steinburg noch kein Garant dafür, dass an dieser prägnanten Stelle der Itzehoer Fußgängerzone zukünftig kein Leerstand mehr unsere schöne Innenstadt verunziert“, sagt Vereinsmitglied Otto Carstens. Nach der Sanierung werde das Kloster geeignete Mieter suchen für eine Nutzung mit Gewerbe oder Büros sowie Wohnungen. Diese müsse nur denkmalgerecht sein.


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erstellt am 13.Jul.2016 | 17:15 Uhr

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