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Norddeutsche Rundschau

25. September 2016 | 10:50 Uhr

Brandschutz : Alarm in der Gemeinschaftsschule Wilster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lehrer, Schüler und die Polizei wurden von einer Übung der Feuerwehr überrascht. Fazit: Alles klappte – auch zwei Schülerinnen wurden schnell gefunden.

Rauchschwaden im Treppenhaus, zwei Schülerinnen vermisst: Im Ernstfall wären Lehrer, Schüler und Feuerwehrleute gestern wohl mächtig ins Schwitzen gekommen. In der Gemeinschaftsschule stand allerdings nur die jährliche Brandschutzübung an und die Feuerwehr Wilster hatte gemeinsam mit der Schulleitung und Hausmeister Oliver Haack hinter verschlossenen Türen einen Einsatz ausgearbeitet.

Die Firma Bosch Sicherheitssysteme nahm die Übung gleich zum Anlass, die Brandmeldeanlage auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Manfred Odefey setzte nach dem Alarm die Anlage wieder zurück, so dass bei erneuter Rauchentwicklung alles wieder vorschriftsmäßig funktioniert. „Die Feuerwehr hat Bedienkarten im Fahrzeug, so dass gleich zu erkennen ist, wo der Alarm ausgelöst wurde“, erklärte Odefey.

Seinen ersten Einsatz als Brandschutzbeauftragter der Schule hatte Michael Eggert. Der Lehrer überprüfte, ob die Brandschutztüren gesichert und die Klassenräume leer waren. Eine Schwierigkeit in der Gemeinschaftsschule sind die drei Stockwerke, von denen die beiden oberen jeweils zwei Fluchtmöglichkeiten vorweisen müssen. Im Treppenaufgang der Aula im Erdgeschoss hatten Oliver Haack und Wehrführer Ralf Theede eine Nebelmaschine aufgebaut, die schnell eine undurchsichtige Rauchwand im Gebäude erzeugte. Die Schüler gingen zügig im Klassenverband die eingeübten Fluchtwege nach draußen. Auch die Fünftklässler, die erst seit der vergangenen Woche die Schule besuchen, gelangten schnell auf die vorgeschriebenen Sammelplätze. Oliver Haack hatte bei Alarmbeginn zwei Schülerinnen aus einer 9. Klasse, die sich im Unterricht ganz regulär für einen Gang aufs WC abgemeldet hatten, „abgegriffen“. Das Fehlen der beiden Jugendlichen wurde beim Durchzählen auf dem Sportplatz sofort bemerkt und namentlich mit voraussichtlichem Aufenthaltsort an die Feuerwehr gemeldet.

„Alles hat bestens geklappt“, zog Ralf Theede sein Fazit bei der anschließenden Besprechung. Auch Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz war begeistert über den Verlauf der Übung. „Wir haben an unserer Schule eine DaZ-Klasse (Deutsch als Zweisprache), in der Schüler unterrichtet werden, die aus Kriegsgebieten kommen und noch nicht gut Deutsch sprechen“, erklärte Krumm-Völtz eine weitere Besonderheit. Mit einer jungen Dolmetscherin war im Vorfeld erläutert worden, dass es Übungen dieser Art unter Einsatz der Alarmglocke geben kann. „Wir haben den ausländischen Schülern erklärt, dass diese Geräuschkulisse keine Bedrohung für ihr Leben darstellt.“ Durch diese Voraussicht gelangten auch diese Kinder angstfrei nach draußen. Ungeplant dagegen war die Polizei von der Leitstelle über die „Rauchentwicklung in der Schule“ unterrichtet worden. Die beiden eintreffenden Beamten, Christian Hinz und Kay Mibrodt, von der Dienststelle Wilster zeigten sich ebenfalls beeindruckt vom Ablauf der Übung und waren froh, keinem echten Einsatz gegenüberzustehen.

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