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Norddeutsche Rundschau

29. Juni 2016 | 20:17 Uhr

KUnst-Projekt : Affen für die Prinzessinnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Rahmen des Kunstfestivals des Künstlerbunds werden Affen-Figuren im Prinzeßhofpark installiert. Der Umweltausschuss stimmte dem Projekt zu.

Sie stehen im Prinzeßhofpark und erinnern an Juliane von Hessen, Louise von Schleswig-Holstein-Glücksburg und Marie von Schleswig-Holstein-Glücksburg. Bald bekommen die Stahlskulpturen Gesellschaft: Im Rahmen des Kunstfestivals des Steinburger Künstlerbunds Ende November soll jeweils eine Affenfigur an den Prinzessinnen befestigt werden – lebensgroß und naturgetreu gestaltet. „Sie sehen aus, als ob sie gerade dem Zoo entsprungen sind“, sagte Manuel Zint vom Künstlerbund im Umwelt- und Kleingartenausschuss. Dort stellte er das Konzept des Bildhauers Christian Richter vor. Es gehe unter anderem um den Kontrast, erklärte Zint. So stehen die stählernen, kahlen Stahlfiguren im Gegensatz zu den organisch wirkenden Affen. Zudem verstärke sich der überlebensgroße Eindruck der Prinzessinnen in Kombination mit den lebensgroßen Affen, die dadurch wiederum kleiner erschienen.

„Die Affen bestehen aus leichtem Material und werden so an den Stahlfiguren verankert,dass sie einerseits sicher befestigt sind, aber nach der dreiwöchigen Ausstellung rückstandslos wieder von den Stahlfiguren gelöst werden können“, erklärte Zint. Die Prinzessinnen würden in keinster Weise beschädigt. Die Zustimmung von Anthony Newsom, der die Figuren entworfen hat, liege bereits vor.

„Am liebsten hätten wir 200 Affen gehabt, aber das können wir nicht bezahlen“, betonte Zint. Das Risiko, dass die Affen durch Vandalismus leiden, nehme der Künstler in Kauf. Um mögliche Vandalismusschäden an den Prinzessinnen abzudecken, werde eine Versicherung abgeschlossen. „Die Erfahrung ist aber, dass es meist gut geht.“

Heinrich Kracht (CDU) sorgte sich weniger um die Figuren als vielmehr um den Park: „Es dürfen keine Schäden entstehen, wenn die Leute durch die Rabatten laufen.“ Die Gefahr sah Heinz-Rüdiger George, Leiter der Umweltabteilung, nicht: „Der Park wird ja schon jetzt sehr intensiv genutzt.“ Auch Ernst Molkenthin (Linke) wunderte sich, „über welche Horrorszenarien hier nachgedacht wird, es sind ja nicht alle Itzehoer Gewalttäter“. Das Kunstprojekt sei eine „unglaubliche Bereicherung“.

Die Installation wurde ebenso genehmigt wie ein weiteres Projekt im Rahmen des Kunstfestivals: Uwe Ochsler wird unter dem Titel „Parkmöglichkeiten“ etwa 20 Texttafeln mit Handlungsanweisungen für die Besucher des Parks aufbauen.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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