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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 05:15 Uhr

Kommunalpolitik : Aebtissinwisch bleibt teures Pflaster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Aebtissinwisch hat mit die höchsten Kommunalsteuern in der Wilstermarsch.

Die Finanzlage der Gemeinde Aebtissinwisch ist nicht gerade rosig. Im Jahr 2017 wird sogar mit einem Haushaltsloch von 35  900 Euro gerechnet. Weitere Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung sollen dennoch nicht eingeleitet werden. Schließlich gelten im Dorf schon jetzt mit die höchsten Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer in der gesamten Wilstermarsch.

Abgesehen von dem als einmalig angekündigten Sonderfall bei der Gewerbesteuer in Brokdorf bleibt die Kleinstgemeinde damit ein teures Pflaster in der Wilstermarsch. So werden in dem 58-Einwohner-Ort auch im nächsten Jahr weiterhin 370 Prozent für die Grundsteuer A (Landwirtschaft) und für die Gewerbesteuer sowie 390 Prozent für die Grundsteuer B (Wohngrundstücke) erhoben.

Die Gemeindeversammlung unter Vorsitz von Bürgermeisterin Regina Kraft gab grünes Licht für die Haushaltsplanung des nächsten Jahres. Der Etat sieht Erträge von 67  500 Euro sowie Aufwendungen von 103  800 Euro vor. Investitionen sind in Höhe von 19  500 Euro geplant: 8500 Euro für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, 500 Euro für die Feuerwehr und 10  000 Euro für Investitionszuschüsse bei der Breitbandversorgung.

Mittelfristig rechnet die Gemeinde damit, dass sich das Haushaltsdefizit bis zum Jahr 2020 auf 44  000 Euro erhöhen wird und sich die liquiden Mittel um 74  000 Euro reduzieren werden. In den Rücklagen verfügt Aebtissinwisch noch über 78  000 Euro.

Gleichwohl entschied die Gemeindeversammlung ab 2017 die Wiedereinführung von Gutscheinen für das Hallenbad Wilster. So sollen wieder Hallenbad-Wertmarken über 20 Euro für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 17 Jahren vergeben werden.

Von der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten sind im Gemeindegebiet 14 Straßenlampen betroffen, die zurzeit noch mit Leuchtstoffröhren oder Quecksilber-Dampflampen in Betrieb sind. Durch die Umrüstung auf LED rechnet die Gemeinde mit einer jährlichen Reduzierung der laufenden Kosten um 515 Euro. Damit würde sich die Investition nach zirka 16 Jahren amortisieren, während die Abschreibungsdauer der Lampenköpfe auf 30 Jahre ausgelegt ist. Im Haushalt 2017 stehen dafür 8500 Euro bereit.


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