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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 07:43 Uhr

90-Jähriger liebt den wöchentlichen Stammtisch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Johannes Brandt aus Wilster feiert am morgigen Sonntag seinen 90. Geburtstag.

Der Bauernsohn aus Neuendorf-Sachsenbande wurde am Goldbogen geboren und war nach der Schulentlassung 1942 aus der Hackeboer Schule zunächst auf dem elterlichen Hof in der Landwirtschaft tätig. Schon ein Jahr später wurde er zum Reichsarbeitsdienst und dann zum Militär nach Hamburg-Harburg eingezogen, um schon 1944 seinen Waffendienst an der Westfront im Elsass zu leisten. Bei dem legendären Kampf um die Brücke von Remagen geriet er in amerikanische Gefangenschaft, wurde im August 1945 von den Franzosen in die Heimat entlassen. Erneut arbeitete er Jubilar auf dem elterlichen Hof, den er 1948 übernahm und gemeinsam mit seiner Frau Elly 30 Jahre lang bewirtschaftete. Tochter Maren erblickte als einziges Kind der Eheleute Brandt im Jahr 1956 das Licht der Welt.

1978 verkaufte Johannes Brandt seinen Betrieb an die schleswig-holsteinische Landgesellschaft und zog nach Itzehoe in sein neues Haus. 1980 errichtete er dort auch noch ein zweites. Nach dem Tod seiner Ehefrau 1997 zog der 90-Jährige ins Haus seiner ebenfalls verwitweten Cousine Marga Witt. Seitdem gestalten Cousin und Cousine gemeinsam ihren Lebensabend. „Wir sind viel gereist, sehr oft nach Spanien“, erzählt der Jubilar. Weitere Reisen unternahmen die beiden mit dem Roten Kreuz und dem Landfrauenverein. „Aber seit einigen Jahren haben wir das Reisen aufgegeben“, sagt Marga Witt. In Haus und Garten haben beide noch jede Menge zu tun.

70 Jahre lang war Brandt aktiv in der Feuerwehr Neuendorf-Sachsenbande und ist inzwischen Träger des Brandschutzehrenzeichens in Gold. Als Ehrenmitglied hält er noch heute engen Kontakt zu seiner Heimatwehr.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 16:18 Uhr

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