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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 03:07 Uhr

83 Prozent der Flüchtlinge sind jünger als 39 Jahre

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vier von fünf in der Wilstermarsch untergebrachten Flüchtlingen sind unter 39 Jahre alt. Diese Zahlen nannte der ehrenamtliche Flüchtlingsbeauftragte Knud Jüstel jetzt vor dem Amtsausschuss. Insgesamt seien die Zahlen der noch vom Amt betreuten Flüchtlinge weiter rückläufig. Anfang des Jahres waren es noch 183, Ende September dann nur noch 163. Allerdings hat es seitdem wohl in St. Margarethen wieder Zuwächse durch Familiennachzug gegeben.

Insgesamt bewertete Jüstel die Lage als entspannt. Rückläufige Zahlen, so sagte er weiter, seien auch darauf zurückzuführen, dass Asylbewerber wieder zurückgeschickt worden oder auch anerkannt worden seien. Zweifel äußerte der Sprecher allerdings an der Hoffnung, Flüchtlinge könnten in naher Zukunft den Mangel an Fachkräften beheben helfen. „Das ist eine Wunschvorstellung“, meinte Jüstel. Es werde nämlich mindestens fünf Jahre dauern, bis die erforderlichen Sprachkenntnisse und beruflichen Fähigkeiten vorhanden seien.

Rückläufig, so Jüstel weiter, seien inzwischen auch die Besucherzahlen bei den regelmäßig in einigen Gemeinden stattfindenden Internationalen Cafés. Das wiederum wertet er aber als Beleg dafür, dass die Integration immer besser funktioniere. Er machte dies auch am Beispiel der in Deutschland sehr ausgeprägten Mülltrennung deutlich. Hier habe er anfangs noch zahlreiche Beschwerden bekommen. Inzwischen funktioniere das aber gut. Einen erneuten Dank sprach Knud Jüstel den vielen ehrenamtlichen Helfern aus, die sich auf vielfältige Weise um die Flüchtlinge vor Ort kümmerten. „Ohne sie würde alles zusammenbrechen.“

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erstellt am 18.Nov.2016 | 11:20 Uhr

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