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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 04:05 Uhr

80 Mitarbeiter sorgen ständig für Lebensmittel-Nachschub

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hier legt der Chef noch selbst Hand an: Wenn man in aller Frühe den Edeka-Markt im Wilster Einkaufszentrum betritt, bugsiert Ralf Maron gerade mit einem Hubwagen eine Palette Mineralwasser in eine kundenfreundliche Position. Bei rund 25  000 unterschiedlichen Artikeln im Gesamtsortiment ist er allerdings auf tatkräftige Mitarbeiter angewiesen. Gut 80 Arbeitsplätze gibt es bei Maron, der damit zu den größeren Arbeitsgebern in der Stadt gehört. Viele von ihnen wuseln schon in den frühen Morgenstunden durch die Regalreihen, prüfen hier die Bestände, sortieren da um oder füllen die Vorräte wieder auf.

Mit von der Partie sind dabei auch neun Auszubildende – unter ihnen erst seit wenigen Tagen auch ein Lehrling in der Schlachterei. „Eigentlich bin ich gelernter Koch“, sagt Konstantin von Oettinger. Die Arbeitszeiten in diesem Beruf ließen sich allerdings nur schwer mit dem Familienleben in Einklang bringen. Im Alter von 37 Jahren setzt der Wilsteraner deshalb eine zweite Ausbildung drauf: Er macht eine Fleischerlehre.

Während vorne am Tresen die Kundschaft bedient wird, arbeitet von Oettinger eher hinter den Kulissen. Souverän packt er sich einen Schinken, um das gute Stück fachgerecht zu zerlegen. Derweil dampft es aus einem großen Kessel. „Das wird Schenefelder Bauerneintopf. Da kommen noch Fleisch und frisches Gemüse rein. Sehr lecker.“

Sein Arbeitstag beginnt morgens um 5 Uhr, an Wochenenden auch schon mal früher. Vieles, was dann in der Wilstermarsch auf dem Grill landet, wird künftig wohl auch durch seine Hände gehen. Auch Mett- und Bratwurst kommt aus der eigenen Schlachterei. Dazu der regelmäßige Mittagstisch zum Mitnehmen und auch der Cateringsservice. In zwei Jahren – nach verkürzter Ausbildung – ist von Oettinger dann nicht nur Koch, sondern auch Fleischergeselle.

Bei Maron scheint er sich auf Anhieb wohlzufühlen. Der Ausbildung sieht er jedenfalls gelassen entgegen: „Die alten Meister führen mitunter ein straffes Regiment. Ich kenne das noch aus der Küche, da ist auch mal ’ne Bratpfanne geflogen.“

Chef Ralf Maron hört leicht schmunzelnd zu. Dann ist er auch schon wieder mit wachem Blick in seinem Markt unterwegs – auf dem Weg zu einer Kaffeepause. Schließlich ist auch er schon seit Stunden auf den Beinen.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 11:48 Uhr

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