zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 17:34 Uhr

Sicherheit am Badesee : 500 Stunden Badeaufsicht geleistet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

DLRG-Ortsgruppe Itzehoe erhält vom Hohenlockstedter Bürgermeister eine Aufwandsentschädigung für den Dienst am Lohmühlenteich.

Der Sommer ist längst vorbei – und damit auch die Badesaison am Lohmühlenteich. Mit Ende der wärmeren Jahreszeit stellte auch die DLRG-Ortsgruppe Itzehoe ihren alljährlich wiederkehrenden Dienst an dem Naturbad ein. Längst zur Tradition geworden ist es für Bürgermeister Jürgen Kirsten, sich bei den rund 30 Helfern für die geleistete Badeaufsicht zu bedanken. „Wir haben mal in unsere ohnehin klamme Kasse gegriffen“, scherzte Kirsten. Er bedankte sich bei den Rettungsschwimmern für die geleistete Arbeit und das Engagement mit einem Obolus als Aufwandsentschädigung in Höhe von 1546,50 Euro.

„Dem Wetter geschuldet verlief die diesjährige Saison eher ruhig“, erinnerte Nico Scheerer als Technischer Einsatzleiter an die verregneten Sommerferien. Dennoch habe sein aus Wachleitern, Wachgängern und Wachhelfern bestehendes Team rund 500 Stunden Dienst geleistet. „Diese absolvierten wir direkt am Wasser – nicht einberechnet sind die Stunden für gemeinschaftliche Arbeit, Ausbildung oder die Jugendarbeit vor Ort“, teilte der verantwortliche Rettungsschwimmer mit.

Im Vergleich zum Vorjahr seien das rund 300 Stunden weniger. „Das Wetter war ja wochenlang schlecht – Abkühlung gab es ausreichend von oben, so dass man nicht in den Badesee springen musste.“ Während ihrer Badeaufsicht wurden die Helfer elf Mal um Erste Hilfe gebeten, zu der Insektenstiche oder Schnittverletzungen gehörten. Zwei Einsätze wurden am und im See erforderlich. „Glücklicherweise benötigten wir in keinem Fall den Rettungswagen oder ärztliche Hilfe“, sagt der 26-jährige Einsatzleiter und weist darauf hin, dass auch an der Lohmühle Gefahren bestünden. Das habe der jüngste Einsatz, bei dem ein Kleinkind zu ertrinken drohte, gezeigt. „Es sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein, dass Eltern ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen und Kinder nicht unbeaufsichtigt zum Spielen schicken.

„Die Lohmühle mit ihrer großen Liegewiese ist für uns ein Natur-Kleinod – um dieses naherholungsmäßig betreiben zu können, geht es nicht ohne Aufsicht“, betonte auch Jürgen Kirsten und bestätigte die Aussage Scheerers, dass auch ein kleiner See Gefahren bürge. „Diese versuchen wir Dank des Engagements der DLRG abzuwehren – nur so können wir den Naherholungswert erhalten.“

Mit den Dankesworten versprach der Gemeindechef zudem eine bessere Ausstattung der Wache an der Lohmühle, zu der insbesondere ein Internetanschluss gehöre. Dieser sei unter anderem für die Personaleinteilung der Rettungsschwimmer wichtig, macht Scheerer deutlich und erklärt, dass die freiwilligen Helfer sich jederzeit über ein Online-Verwaltungstool für einen Dienst eintragen können. In diesem Zusammenhang hofft Scheerer noch mehr Kinder und Jugendliche für den Dienst bei der DLRG gewinnen zu können. „Wir bieten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung in der Spaß, Bewegung und das Lernen kombiniert werden“. Zudem sei es eine tolle Sache, nebenbei etwas für andere Menschen zu leisten.

Bestätigen konnte das Lea Rapillus. Die Zwölfjährige leistete das erste Mal als DLRG-Wachhelferin ihren Dienst an der Lohmühle. „Es hat Spaß gemacht und es war interessant zu sehen, was alles geleistet wird.“ Schon im Februar bestünde die Möglichkeit sich im Itzehoer Schwimmbad als Rettungsschwimmer ausbilden zu lassen. „Unser Traum wäre, eine Gruppe innerhalb Hohenlockstedts installieren zu können“, hofft Scheerer auf Interessierte aus der Gemeinde.

>  

Infos unter: www.itzehoe.dlrg.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen