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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Glückstadt : 25-Jähriger rettet seine Nachbarn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rauchmelder weckt Hausbewohner auf / Ladegerät für Elektrospielzeug vermutlich Auslöser des Feuers

Einem 25-jährigen Nachbarn haben es gestern Nacht die Bewohner des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in der Königsberger Straße 3 zu verdanken, dass ein Kellerbrand ohne Verletzte ausgegangen ist.

Giftiger Qualm war vom Kellergeschoss aus durch das Treppenhaus in seine Wohnung gezogen. Der junge Mann wurde aus dem Schlaf gerissen, weil sein Rauchwarnmelder plötzlich piepte. Der Mieter rannte danach nicht blindlings aus dem Haus. Stattdessen, so teilt es die Polizei mit, schloss er nach Verlassen seiner Wohnung die Tür und weckte seine Nachbarn. Auch diese konnten das Gebäude noch unbeschadet verlassen und zogen hinter sich die Wohnungstüren zu. So konnte der durch das Treppenhaus wabernde Qualm nicht in die Wohnungen ziehen.

Um 1.09 Uhr wurde für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr der erste Alarm ausgelöst. Bei Eintreffen der Brandbekämpfer war der Rettungsdienst bereits vor Ort und nahm eine Sichtung beziehungsweise die Befragung der Bewohner vor. Als feststand, dass keine Person vermisst werde, konzentrierten sich Feuerwehrleute auf den Brand im Keller. Mittlerweile waren 21 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen vor Ort.

Das Feuer konnte dann schnell gelöscht werden. Nennenswerter Wasserschaden entstand deshalb nicht. Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Ties Tießen ist das Feuer vermutlich durch ein batteriebetriebenes Kinderspielzeug entstanden. Offenbar sollte der Akku eines Traktors aufgeladen werden und fing dann aus ungeklärten Gründen in der Nacht Feuer. Die Flammen griffen anschließend noch auf einige im Kellerraum abgestellte Hausratsgegenstände über. „Aufgrund der starken Verrauchung war das Gebäude bis zum Dachgeschoss verqualmt und rußgeschwärzt“, sagte Glückstadts Wehrführer. Deshalb wurde das Gebäude über einen längeren Zeitraum mit Hilfe eines Druckbelüfters querbelüftet. Gegen 2 Uhr konnten alle Bewohner in ihre unbeschadet gebliebenen Wohnungen zurückkehren. Die verbrannten Stücke schafften Einsatzkräfte für die Nachlöscharbeiten ins Freie, wo es auch gestern Vormittag noch an eine für die Bewohner hätte gefährlich ausgehende Nacht erinnerte. So blieb bei einem Sachschaden von mehreren tausend Euro.



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erstellt am 14.Jul.2016 | 05:08 Uhr

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