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Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

2,5 Millionen Euro pro Jahr für Gewerbeflächen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ab 2017 will die Stadt regelmäßig investieren

Die Summe von zwei Millionen Euro stand im Raum. Schließlich waren es sogar 2,5 Millionen. Diesen Betrag will die Stadt für den Kauf und die Erschließung von Gewerbeflächen im kommenden Jahr investieren. Und die klare Tendenz im Wirtschaftsausschuss war: In den Jahren darauf soll es weitergehen.

Ausgangslage: Die meisten verfügbaren Gewerbegrundstücke in Itzehoe sind in privater Hand. Daher könne die Stadt nur begrenzt Einfluss auf Ansiedlungen nehmen, so Thomas Carstens, Wirtschaftsförderer im Rathaus. Auf der anderen Seite wollten Firmen, die sich für Itzehoe interessierten, lieber mit der Stadt als Grundstückseigentümerin verhandeln. Hinzu kommen die gemeinsamen Planungen mit dem Umland: Die Region Itzehoe hat, wie berichtet, ein Konzept zur Entwicklung von Gewerbeflächen (Gefek) in Auftrag gegeben.

Die Empfehlungen dieses Gefek gelte es abzuwarten, so Carstens. Mit Zwischenergebnissen rechnet er im März, im Mai soll das Gutachten vorliegen. Im ersten Schritt müssten dann nach den Gefek-Hinweisen die entsprechenden Flächen gekauft werden. „Der Grunderwerb wird einen exponierten Betrag erfordern“, sagte der Wirtschaftsförderer.

Das machen die Politiker mit. Vor rund vier Wochen warfen sie bei einer Rundfahrt mit Carstens und Ralf Thiericke, Geschäftsführer des Innovationszentrums Izet, einen „befruchtenden Blick auf die Gewerbegebiete“, wie Ausschussvorsitzender Hans-Dieter Helms (SPD) sagte. Ergebnis: Geld müsse bereitgestellt werden, um Flächen kaufen und erschließen zu können. Es soll im Haushalt 2017 mit einem Sperrvermerk landen, den der Wirtschaftsausschuss aufheben kann. So sei man handlungsfähig, sagte Carstens. Dass der Beschluss dafür „bewusst unkonkret“ formuliert war, störte Heinrich Kracht (CDU). Er wollte den Edendorfer Innovationsraum mehr im Zentrum der Überlegungen sehen, gab sich aber damit zufrieden, dass dessen besondere Bedeutung im Protokoll betont wird.

Große Flächen könnten auch nur gemeinsam in der Region entwickelt werden, außer man wolle an die Naturräume im Stadtgebiet herangehen, sagte Bürgermeister Andreas Koeppen. Für Ankauf und Erschließung schlug er eine Summe von zwei Millionen Euro im Jahr vor und das für fünf Jahre: „Damit können wir arbeiten.“ Der Ausschuss ging darüber hinaus und übernahm zunächst für 2017 von der UWI angeregte 2,5 Millionen Euro. Das widerspricht den Sparzielen, aber: „Es ist in die Zukunft investiertes Kapital“, sagte Jörg Frähmcke (FDP). „Es gibt einen Rückfluss.“

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erstellt am 11.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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