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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 18:45 Uhr

Feuerwehren : 100 Prozent für Axel Erdmann

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Wilstermarsch bekommt einen neuen Amtswehrführer. Axel Erdmann wird Nachfolger von Thorsten Heins. Nur für den Stellvertreter-Posten konnte sich noch kein Kandidat finden

Die Zustimmung fiel einhellig aus: Alle 48 Delegierten aus den Feuerwehren der Wilstermarsch votierten in geheimer Abstimmung für Axel Erdmann als neuen Amtswehrführer. Der Chef der Feuerwehr Landrecht-Stördorf tritt am 1. Januar die Nachfolge von Thorsten Heins an, der nach zwölf Jahren sein Amt zur Verfügung stellte. Erdmann wurde die Botschaft telefonisch übermittelt. Krankheitsbedingt hatte er an der Versammlung nicht teilnehmen können. Der 56-Jährige muss zunächst allerdings ohne einen Stellvertreter auskommen. Trotz intensiver Suche im Vorfeld fand sich kein Bewerber.

Das Wahlprozedere lief wie am Schnürchen. Ordnungsamtsleiter Thorsten Franck hatte mobile Wahlkabinen aufgebaut. Als Wahlhelfer sorgten Thorsten Block und Uwe Carstens für einen reibungslosen Ablauf. Sichtlich Kummer machte dem scheidenden Thorsten Heins allerdings, dass kein Nachfolger für Erdmann gewählt werden konnte, der bisher den Stellvertreter-Posten innehatte. „Macht euch noch mal ernsthaft Gedanken“, appellierte der noch bis Jahresende amtierende Amtswehrführer an alle Delegierten und Wehrführer. Schließlich könne Axel Erdmann „den Job nicht alleine machen“. Heins fügte hinzu: „Das kann man auch nicht erwarten.“ Innerhalb der ersten drei Monate des neuen Jahres muss das Personalproblem nun gelöst werden.

Thorsten Heins machte keinen Hehl daraus, dass er „mit gemischten Gefühlen hier steht“. „Ihr wart ein sehr gutes Team“, würdigte Amtsvorsteher Helmut Sievers das sechsjährige gemeinsame Wirken von Heins und Erdmann an der Spitze der zwölf Wilstermarsch-Feuerwehren mit ihren gut 400 Mitgliedern. Was die Stellvertreter-Wahl betrifft, ermunterte Sievers insbesondere auch Jüngere, sich motiviert und angesprochen zu fühlen. Er sagte die volle Unterstützung vom Amt und von den Gemeinden zu.

„In diese Aufgabe wächst man hinein“, warb auch Timo Plath als stellvertretender Kreiswehrführer für eine möglichst schnelle Nachbesetzung. Erfahrung in der Wehrführung müsse man dafür schließlich auch nicht mitbringen. Lediglich ein bisschen Herzblut sei bei der Aufgabe hilfreich.

Davon brachte Thorsten Heins einiges mit, wie ihm in Grußworten bescheinigt wurde. Seine Bilanz aus zwölf Jahren Amtswehrführung will er bei der noch ausstehenden Jahresabschluss-Versammlung präsentieren.

Schon jetzt hatte er aber eine Anregung für ein mögliches Abschiedsgeschenk. Heins erinnerte an eine Notiz in dieser Zeitung nach der im DRK-Seniorenzentrum ein ehrenamtlicher Helfer für die fachkundige Reinigung eines bei den Bewohnern sehr beliebten Aquariums gesucht werde. „Da müsste sich unter den 400 Feuerwehrleuten doch jemand finden lassen“, hofft Heins. Schließlich sei das dann ja auch eine gute Werbung in eigener Sache.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 09:30 Uhr

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