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Lokales

05. Dezember 2016 | 15:31 Uhr

Suche nach Maxime Linder : Leiche im Sachsenwald gefunden – Polizeisprecher geht von Selbstmord aus

vom
Aus der Onlineredaktion

Tagelang suchte die Polizei eine vermisste Kollegin. In der Nähe des Mühlenteichs fanden sie eine tote Frau.

Aumühle | Bei der Suche nach der vermissten Polizistin aus Hamburg haben die Ermittler am Dienstagnachmittag eine Frauenleiche im Sachsenwald in Aumühle gefunden. Ob es sich bei der Toten um Maxime Linder handelt, ist noch immer nicht offiziell bestätigt. Auch die Todesumstände sind noch unklar. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte Polizeisprecher Andreas Schöpflin allerdings, dass es sich bei der Toten um Maxime Linder handele und dass die Polizei von Suizid ausgehe.

<p>Am Dienstagabend wurde die gefundene Leiche vom Bestatter in die Lübecker Rechtsmedizin gefahren.</p>

Am Dienstagabend wurde die gefundene Leiche vom Bestatter in die Lübecker Rechtsmedizin gefahren.

Foto: Peter Wüst
 

Bei der 22-Jährigen soll laut dpa-Informationen auch die Dienstwaffe gefunden worden sein. Der leitende Ermittler Thomas Holst wies shz.de vor Ort allerdings ausdrücklich daraufhin, dass er sich an Flurfunkparolen nicht beteiligen wolle. Die Pressehoheit liege bei der Staatsanwaltschaft Lübeck. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Spekulationen nicht bestätigen“, sagte Holst. Die Staatsanwaltschaft werde sich als nächstes zu den Todesumständen äußern. Sie will auch prüfen, ob möglicherweise doch ein Fremdverschulden vorliegen könnte.

Warum sich Maxime Linder möglicherweise selbst getötet haben könnte, ist noch unklar. Sie soll wegen einer Trennung private Probleme gehabt haben.

Kripo-Beamte kümmerten sich am Dienstag am Fundort um die Spurensicherung, die bis in den Abend andauerte. Mitarbeiter des Bauhofs fuhren mit einem Radlader in das Waldstück, um das unwegsame Gelände für die Ermittler zugänglich zu machen.

<p>In diesem Waldstück fand die Polizei eine Frauenleiche.</p>

In diesem Waldstück fand die Polizei eine Frauenleiche.

Foto: Peter Wüst
 

Die Polizei hatte am Nachmittag den Wald plötzlich komplett abgesperrt. Das Video zeigt die Situation nach dem Fund der Leiche:

Eine Hundertschaft der Hamburger Polizei sei mit mehreren Hunden in Aumühle im Einsatz, hatte ein Polizeisprecher zuvor gesagt. Die Suche konzentrierte sich zuletzt auf den Bereich rund um den Mühlenteich. Zuvor hatte die Polizei zudem Anwohner des Bahnhofs befragt, ob sie etwas beobachtet haben. Außerdem wurden Videoaufzeichnungen einer Überwachungskamera an der Aral-Tankstelle sichergestellt.

<p>Eine Hunderschaft sucht nach der 22-jährigen Polizei-Kollegin.</p>

Eine Hunderschaft sucht nach der 22-jährigen Polizei-Kollegin.

Foto: Peter Wüst
 

Das Waldgebiet östlich von Hamburg hatten Beamte bereits am Wochenende mit Hunden durchkämmt. Auch ein Hubschrauber überflog das Gebiet und die Umgebung. Am Sonntag hatte es geheißen, alle Suchmaßnahmen auf dem Boden seien abgeschlossen worden.

Am Montag hatte die Polizei ein neues Foto der 22-jährigen Linder veröffentlicht. Das Bild aus einer Überwachungskamera zeigt die Polizeischülerin am vergangenen Mittwochmorgen um 8.56 Uhr am S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf. Sie habe sich kurz im Bahnhofsbereich aufgehalten und sei wenig später wieder in eine S-Bahn nach Aumühle eingestiegen. Dort sei sie um 9.15 Uhr angekommen. Die Polizei bat um Hinweise. Bislang habe die Öffentlichkeitsfahndung noch keine konkreten Hinweise ergeben. Die etwa 1,65 Meter große, schlanke Frau war am vergangenen Mittwoch nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden.

Unabhängig von der Suche nach Maxime Linder hat es am Montag eine weitere Polizeiaktion im Sachsenwald gegeben. Dabei handelte es sich um die Suche einer Hundertschaft aus Eutin (Kreis Ostholstein) im Auftrag des niedersächsischen Landeskriminalamts. „Das hat definitiv nichts mit dem Vermisstenfall zu tun“, hieß es dazu aus Hannover. Die Suche soll im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die RAF stehen.

 

(mit Material der dpa)

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erstellt am 29.Nov.2016 | 19:41 Uhr

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