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Landeszeitung

09. Dezember 2016 | 08:43 Uhr

Pferdeetag in der Arche : Züchter gesucht für das Lehmkuhler Pony

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine Zeitreise mit Pferderassen zeigte der Tierpark Warder: Vom Tarpan bis zum Kaltblut waren zu sehen, außerdem Voltigier-Vorführungen und Mounted Games.

Der Tierpark Arche Warder hat sich den Erhalt selten gewordener Nutztierrassen auf die Fahnen geschrieben. Beim Pferdetag war nun die Vertreterin einer Rasse im Tierpark zu Gast, die so selten ist, dass sie seit den 60er Jahren offiziell als ausgestorben gilt: Stute „Ronja“, ein Lehmkuhlener Pony. „Aktuell verzeichnen wir nur 17 Zuchttiere in Schleswig-Holstein und Niedersachsen“, erklärte Dana Leske aus Breiholz, die bei der 2014 gegründeten „Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Lehmkuhlener Ponys“ als Rassesprecherin fungiert.

Baronin Agnes von Donner hatte vor hundert Jahren die Idee gehabt, auf ihrem Gestüt Lehmkuhlen bei Preetz eine neue Rasse zu züchten. „Das ist jetzt eine alte schleswig-holsteinische Ponyrasse, wäre also für uns interessant“, meinte Daniela Stadter von der Arche Warder. „Wir wollen versuchen, die Zucht des Lehmkuhlener Ponys wieder in geordnete Bahnen zu lenken“, sagte Dana Leske, „wer Informationen zur Rasse und Fotos hat, kann sich bei uns melden – und wir suchen auch Leute, die Lust haben, diese Rasse zu züchten.“

 Schon mal ausgestorben war auch der erste vierbeinige Darsteller der Zeitreise von der Steinzeit bis in die Gegenwart, die das Arche-Team für das Publikum inszenierte: Tarpan „Larissa“. Der letzte wild lebende Tarpan soll 1879 getötet worden sein. „Bei den heutigen Tieren handelt es sich um Nachzüchtungen aus Islandpferden, Norwegern und Koniks“, erläuterte Pferde-Revierleiterin Sina Schneider. Ein Aktivposten bei der Zeitreise war auch Schleswiger Kaltblut „Uschi“, die nach ihrem Auftritt im Arbeitsgeschirr spontan Freundschaft mit den Voltigier-Mädchen vom Kieler Renn- und Reiterverein schloss. Die Schützlinge von Trainerin Marlen Kornahrens waren umso glücklicher darüber, auf dem Rücken von „Uschi“ ein paar Runden zu drehen, als sie bei ihren eigenen Vorführungen mit einem Holzpferd vorlieb nehmen mussten. „Ihr Pferd ‚Knut‘ ist heute verhindert – der hat andere Termine“, teilte Moderator Eckhard von Forstner mit. Die Voltigier-Juniorinnen hatten beim Pferdetag zwei Auftritte – genauso wie Wiebke Horstmann und Christina Klein aus Bokel, die für das Publikum verschiedene Mounted Games-Spiele zeigten, bei denen hoch zu Ross und mit Tempo Flaschen, Becher, Bälle und andere Gegenstände aufgehoben und neu platziert werden mussten.

>Kontakt: Dana Leske, „Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Lehmkuhlener Ponys“, Telefon 0175 / 7122256 oder E-Mail: haruka-morrigan@gmx.de.s

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