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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 00:55 Uhr

Wo die Wirtschaft am Ball ist

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zahlreiche Rendsburger Unternehmen unterstützen die Finanzierung des Top-Spiels zwischen dem Hamburger SV und Lyngby BK Kopenhagen

Bundesliga-Fußball ist teuer. Sehr teuer sogar. Bundesliga-Mannschaften in die Kleinstadt zu holen, erweist sich als ein kostspieliges Vorhaben. Und wenn zwei Mannschaften nach Rendsburg kommen – so wie am 15. August der Hamburger SV und der dänische Superligist Lyngby Kopenhagen – ist eine sechsstellige Summe schnell erreicht. Die Gagen für beide Teams, Hotelkosten für die Dänen, Stadionkosten wie Sicherheits- und Sanitätsdienste, Rasenpflege, Abgaben an den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband, hohe Schiedsrichterkosten, Haftpflichtversicherung und vieles mehr. Eine reine Refinanzierung durch die Zuschauereinnahmen ist nicht möglich, zumindest nicht in einem Stadion mit begrenzter Zuschauerkapazität wie im Fall des in die Jahre gekommenen städtischen Stadions Nobiskrug in Rendsburg. So ist die Ausrichtung der internationalen Top-Partie zwischen dem HSV und Lyngby Kopenhagen nur mit massiver finanzieller Unterstützung der heimischen Wirtschaft möglich. Andernfalls würden die Eintrittspreise drastisch hoch sein, und ein Besuch des Spiels mit „Kind und Kegel“ wäre zu kostspielig.

Weil Teile der Rendsburger Wirtschaft das Spiel um den „Sparkasse Mittelholstein-Cup 2016“ unterstützen, konnte die Partie nach Rendsburg geholt werden. Veranstalter ist der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z), der seit vielen Jahren auf diesem Sektor seine Kontakte nutzt und mit dem „sh:z-Fußballsommer“ für sportliche Höhepunkte im Land sorgt. In diesem Jahr hat Rendsburg den Zuschlag erhalten. Vorausgegangen waren intensive Gespräche mit Bürgermeister Pierre Gilgenast und Behördenvertretern, die allesamt ihre volle Unterstützung zugesagt haben. Wie auch die Fußballabteilung des Rendsburger TSV, die beim Ordnungsdienst, an den Tageskassen und bei der Platzpflege mit im Boot ist. Die Rasen-Fachfirma Rumpf aus Nortorf ist ebenso mit Rat und Tat dabei. Was von großer Bedeutung ist, verlangen doch beide Vereine eine Spielfläche in bestem Zustand. In der kommenden Woche wird der Greenkeeper des HSV am Nobiskrug vorbeischauen und mit den Verantwortlichen Gespräche führen. Der Rasenexperte des HSV ist selten zufrieden, das weiß auch Ingo Rumpf, der sich täglich über den Zustand der Grünfläche informiert.

Weil die Karten-Nachfrage weiterhin hoch ist, wird über die Anmietung einer weiteren Sitzplatz-Tribüne nachgedacht. Eine Entscheidung soll am Montag fallen. „Es wird ein großer Tag für Rendsburg“, ist sich Bürgermeister Gilgenast sicher. Jürgen Muhl

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