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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 07:53 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Wieder kein Sieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Enttäuschung bei Torhüter Frederik Klapdor und den SH-Liga-Handballern des TSV Alt Duvenstedt, die auch ihr drittes Spiel verloren. Gegen die HSG Marne/Brunsbüttel hieß es am Ende 28:31.

Freude in Büdelsdorf, Frust in Alt Duvenstedt: Während Aufsteiger Büdelsdorfer TSV am 3. Spieltag der Handball-SH-Liga der Männer mit dem 31:30 gegen den TSV Mildstedt den ersten Sieg feierte, kassierte der TSV Alt Duvenstedt mit dem 28:31 gegen die HSG Marne/Brunsbüttel bereits seine dritte Niederlage und rutschte ans Tabellenende ab. Einen Rückschlag im Titelkampf gab es für die HSG Eider Harde, die bei der HSG Mönkeberg/Schönkirchen mit 31:32 verlor.

Büdelsdorfer TSV – TSV Mildstedt 31:30 (13:18)

Mit dem 31:30 (13:18) gegen den TSV Mildstedt hat das Team von Spielertrainer Patrick Möller allen denjenigen, die den BTSV bereits nach den ersten beiden Spieltagen als „Fallobst“ eingestuft haben, deutlich das Gegenteil bewiesen. Und doch ging es wieder so los wie in der Vorwoche. Sichere Chancen landeten nicht im Tor, stattdessen rauften sich Möller und Co. die Haare, warum sie nicht trafen. Drei Tore in Folge des gut aufgelegten Mildstedters Thomas Hansen zwangen Möller zur Auszeit (4:9, 12.), doch den Fünf-Tore-Rückstand nahmen die Büdelsdorfer mit in die Kabine. „Es war für mich zum Verzweifeln, denn was sollte ich den Jungs sagen, außer dass die Bälle ins Tor müssen? Die Chancen waren da und so war die Devise nicht nachzulassen und den Schalter umzulegen“, rekapitulierte Möller seine Gefühlswelt in der Pause. Dass sie nach dem Abpfiff zu „absoluter Gänsehaut“ (Möller) umschlug, lag in hohem Maße auch daran, dass der BTSV sich nicht unterkriegen ließ. Möller und Fabian Froese trieben mit zusammen 20 Treffern ihr Team immer weiter an und lieferten sich mit den Mildstedtern Mario Petersen (10 Tore) und Hansen (9) so etwas wie ein Wettwerfen. Als Glücksgriff erwies sich dann die Einwechslung von Per Hansen. Der Torhüter hielt ab der 40. Minute „bombastisch“, wie Möller lobte. In nur acht Minuten schaffte der BTSV es, von 19:24 auf 25:25 auszugleichen. „Plötzlich klappte alles, wir haben einfach nicht nachgelassen und wurden dafür belohnt“, jubelte Möller. Die Schlussphase verlief dramatisch. Mario Petersens vorletztes Tor zum 29:29 (58.) konterten Froese und Möller siegbringend zum 31:29. Dann traf Petersen noch einmal, Froese und Fynn Skrzypczak flogen vom Feld, doch in den letzten 15 Sekunden konnte Mildstedt nicht mehr ausgleichen. Der letzte Wurf des Rechtsaußen bei einer 6:4-Überzahl sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Möller: „Das Spiel war der Hammer, eine Erlösung.“

Büdelsdorfer TSV: Martensen, Hansen – Rönnau, Mees (2), Froese (8/2), Möller (12), J. Wilhelm, Kiehn, Bednarski, Carstens (3), Skrzypczak (3), Schmitt (3), Ewert , Bittrich.

TSV Alt Duvenstedt – HSG Marne/Brunsbüttel 28:31 (13:17)

Wie schon in den Vorwochen verloren die Alt Duvenstedter ein Spiel, dass sie nicht hätten verlieren müssen. Beide Mannschaften stehen vom Potenzial her eng beieinander. „Marne wird wie wir um jeden Punkt kämpfen müssen. Deshalb ist die Niederlage bedenklich“, sagte ein enttäuschter TSV-Trainer Thomas Carstensen. Die Partie begann genauso ärgerlich wie sie endete. Nach fünf Minuten lagen die Gäste mit 6:1 vorn. „Es ist der Mannschaft zugute zu halten, dass sie Moral bewiesen und sich immer wieder herangekämpft hat“, sagte Carstensen, doch seine Aussage macht deutlich, dass es ein ständiges Hinterherlaufen blieb. Carstensen: „Wir kriegen den Bock einfach nicht umgestoßen und gehen nie in Führung.“ So stand es nach 7:8 (15.) wieder 9:15 (24.), nach 18:19 (39.) 21:26 (49.) und nach 25:26 (54.) gewann Marne schließlich mit 31:28. Dieses Immer-wieder-Gegenanrennen hinterließ Spuren und die Alt Duvenstedter ließen ihren Unmut immer wieder auch an den Schiedsrichtern aus. „Die waren nicht gut, aber wir dürfen nicht so disziplinlos sein und uns auch noch Zeitstrafen wegen Meckerns einhandeln. Wir schwächen damit nur uns selbst und das ist unnötig“, kritisierte Carstensen. Seiner Mannschaft fehlte in dieser Partie und auch im bisherigen Saisonverlauf das, was Marne hat: ein Rückraum, der durch einfache Tore glänzt. Derzeit taugt beim TSV niemand zum „Shooter“, sodass jede Chance hart erkämpft werden muss. „Uns fehlt die Wurfkraft, sodass sich die Gegner nur hinten reinstellen müssen. Zudem passieren uns grausame Fehler wie Pässe direkt in die Arme des Gegners, die dann in Tempogegenstößen enden“, sagte Carstensen.

TSV Alt Duvenstedt:Klapdor, Siedenburg, Fendt – Frahm (4), Müller (2), Eichstädt (1/1), Maukel (1), Höpfner (5), Küch (8/6), Schroedter (2), Wommelsdorf, Nehls (3), Kock (2).

HSG Mönkeberg/Schönkirchen – HSG Eider Harde 32:31 (15:15)

Es bleibt dabei. Die HSG Eider Harde kann gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen nicht gewinnen. Nach zwei Remis in der letzten Saison kassierte die Mannschaft am Freitag eine 31:32-Auswärtsniederlage. „Wir haben gegen einen sehr starken Gegner verloren“, resümierte Eider Hardes Trainer Matthias Hinrichsen. Die erste Halbzeit verlief weitgehend ausgeglichen. Die Deckung der Eider-Handballer funktionierte, den Mönkebergern drohte mehrmals Zeitspiel. Durch individuelle Aktionen zogen die Hausherren ihren Kopf aus der Schlinge. Allen voran Philipp Schulte (9 Tore) bereitete der HSG große Probleme. Trotzdem war der Eider-Coach zufrieden mit Hälfte eins. Im zweiten Durchgang sah es zunächst ebenfalls ganz gut aus. Bjarne Claußen erzielte das zwischenzeitliche 18:16. Doch danach ging gute zehn Minuten fast nichts mehr. Mönkeberg traf fünf Mal in Folge, drehte die Partie. „Wir haben zu wild gespielt. Viel individuell, viel Brechstange. Das möchte ich eigentlich nicht sehen“, so Hinrichsen, der letztendlich doch die Brechstange auspacken musste, um noch eine Chance zu haben. Der Coach beorderte mit Philipp Henrich und Eike Möller zwei Linkshänder in den Rückraum. Ein erfolgreicher Schachzug. Die Gäste kamen heran. Eine Minute vor Abpfiff lag die HSG nur noch 30:31 hinten. Dass das Team am Ende ohne Punkte nach Hause fahren musste, war unterm Strich eine Mischung aus Pech und Unvermögen.

HSG Eider Harde: Dobratz, Severin – Gosch (3/3), Henrich (6), Möller (6), Claußen (1), Oettershagen (3/2), Hohnsbehn (2), Petersen, Weigmann, Greve (1), Oeltjen (6), Ketelsen (1), Kobs (2).

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