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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

Holzbunge : Wie ein Whisky-Mekka entsteht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im alten "Redderhus" hat der Umbau begonnen. Die neuen Hausherren erwarten ab September Gäste aus aller Welt.

Die Zeiten des Dorfkrugs in Holzbunge sind endgültig vorbei, denn bald sollen sich dort Whisky-Liebhaber aus aller Herren Länder treffen. „Ich hoffe, es wird ein Meeting-Point für die Welt“, sagt Thomas Krüger über das ehemalige Redderhus. Er und sein Kompagnon Jens Nielsen bauen in dem traditionsreichen Gebäude an der Bundesstraße 203 zwischen Rendsburg und Eckernförde ein Lokal mit einem einzigartigen Konzept auf. Dabei verschwindet der alte Name des Reetdachhauses und wird durch „Whisky-Krüger“ ersetzt.

Den Sachverstand über das „flüssige Sonnenlicht“ bringt vor allem Thomas Krüger (55) mit. Der Rendsburger Kaufmann betreibt in der Holsteiner Straße in Rendsburg ein Feinkostgeschäft, in dem er ebenfalls edle Tropfen anbietet. Zudem besitzt der Sammler rund 10  000 Whisky-Flaschen und etliche Exponate von Destillerien. Über Jahre sei die Idee für ein Lokal in seinem Kopf gereift, im vergangenen Jahr bot sich mit dem leerstehenden Gasthaus in Holzbunge die Gelegenheit. Zudem habe er mit Jens Nielsen (53) zur richtigen Zeit den passenden Geschäftspartner gefunden. Nielsen ist ebenfalls Kaufmann, stammt aus Hamburg und lebt seit zwei Jahren in Rendsburg.

Seit Februar lassen die beiden das Gebäude umbauen. Vier Geschäftszweige rund um den Whisky wollen sie unterbringen. Wo zuvor die Tourist-Information den Naturpark Hüttener Berge vorstellte, entsteht ein Ladengeschäft. „Im Store bieten wir 1000 Sorten an“, sagt Krüger. Auch für die ehemaligen Gasträume nebenan haben die neuen Hausherren bereits Namen gefunden – alles mit englischem Einschlag: Im Whisky-Chamber und im Sherry-Chamber werden die entsprechenden Getränke serviert. Allerdings im Rahmen eines Cafés: Die edlen Tropfen können zusammen mit selbst hergestellten Pralinen, Törtchen oder warmen Puddings geordert werden. „Wir bieten Kombinationen für den besonderen Geschmack“, sagt Jens Nielsen. Dazu werde eigens ein Konditor angestellt. Darüber hinaus gibt es eigene Räume für Verkostungen – im ehemaligen Clubzimmer den Tasting-Room und im Saal die Tasting-Hall. Die Geschäftsführer zielen auf Gäste aus dem gesamten Land – das Angebot von hoher Qualität soll sich herumsprechen. „Kaffee und Kuchen können Gäste in der Gegend bereits in allen Variationen bekommen. Wir wollen es anders machen“, so Krüger, der damit rechnet, dass das breite Angebot auch Kunden aus dem Ausland anzieht. Etwa Skandinavier seien ihm zufolge sehr am Whisky interessiert. Kenner nehmen für besondere Verkostungen zum Teil weite Wege auf sich. „Whisky-Krüger“ will Gleichgesinnten, die am Genuss interessiert sind, die Möglichkeit geben, sich zu treffen und ins Gespräch zu kommen.

Dabei soll der Bezug zur Region jedoch nicht zu kurz kommen. Deshalb suchen Krüger und Nielsen noch plattdeutsche Sprüche für die Balken im Saal. „Eten un drinken holt Liev un Seel tosomen“ soll über dem Ausschank stehen, weitere Vorschläge nimmt Jens Nielsen unter nielsen@whiskykrueger.eu an.

Der vierte Teil des Konzepts findet Platz unter dem Dach: ein öffentliches Whisky-Museum. Dort gibt es nicht nur Flaschen in allen Größen zu sehen, sondern auch Kuriositäten. Die Geschichte der Spirituose wird multimedial aufgearbeitet.

Am 17. September soll das Haus eröffnet werden.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 15:45 Uhr

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