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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 05:28 Uhr

Schacht-Audorf : Weltrekordversuch: Riesiges Fahrrad steht in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heute tritt Frank Dose mit seinem Drahtesel aus Stahl zum Weltrekordversuch an. Der Koloss wiegt 1,2 Tonnen.

Die Spannung steigt: Heute soll ein neuer Weltrekord aufgestellt werden. Frank Dose wird auf sein Riesenrad steigen. Dann will der Lkw-Fahrer aus Schacht-Audorf mit seinem Stahlross einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde schaffen. 200 Meter muss der 49-Jährige dafür mit dem schwersten Fahrrad der Welt die Friedhofsstraße entlang fahren. Damit hätte der ehemalige Crossläufer den erst ein Jahr alten Rekord des Belgiers Jeff Peeters eingestellt, der die gleiche Entfernung mit dem seinerzeit schwersten Rad der Welt zurückgelegt hat. Doch dessen Rad wog auch „nur“ 860 Kilogramm. Doses soll am Ende 1,2 Tonnen auf die Waage bringen.

Für einen Eintrag in das Guinness-Buch reicht das Gewicht allein noch nicht. Dafür muss Dose auch mindestens die 200 Meter fahren. Er will dabei ein Tempo von immerhin gut fünf Kilometern pro Stunde erreichen. Etwa anderthalb Tritte mit einem Krafteinsatz von 35 Kilogramm brauche er dafür pro Meter Strecke, sagt der Mann mit dem Rauschebart. Seine Frau Astrid hat ihn bei seiner Arbeit an der Eigenkonstruktion von Anfang an unterstützt. „Sein Fahrrad ist sensationell“, sagt sie. „Ich bin stolz und auch froh, dass er es nun geschafft hat.“

Die Ausmaße seines Fahrrads sind tatsächlich gewaltig. Die Reifen des „Stahlesels“ mit einem Durchmesser von 1,53 Metern waren einst an einem Güllewagen montiert. Den Stahl für das Fahrgestell holte sich der Audorfer zum Teil vom Schrottplatz. Bei 5000 Euro hat er aufgehört, seine Ausgaben zu zählen. Gleiches gilt für seine Arbeitszeit, um die auf dem Heavy-Metall-Festival in Wacken entstandene Idee umzusetzen. Startpunkt für den Weltrekordversuch ist der Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus. Ob er die Strecke nur in eine Richtung fährt, oder wendet und an den Ausgangspunkt zurück kehrt, hat Dose noch nicht festgelegt. Fest steht laut Frank Dose nur: „Das Rad fährt richtig gut und es ist für seine Größe sogar erstaunlich wendig.“

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in Höhe der Friedhofstraße 29. Wann der Rekordversuch gewagt wird, steht noch nicht fest. Zuschauer sind natürlich willkommen. Damit bei Doses Rekordfahrt auch Volksfest-Stimmung aufkommt, sind auch ein Bierstand, Grill und Musik dabei. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 21 Uhr geplant. Dann kann bei der NOK-Romantika am Kanal-Ufer direkt weiter gefeiert werden.

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erstellt am 03.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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