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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 14:47 Uhr

Tag des offenen Hofes : Was Bauern im Kreis zu bieten haben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Familie Asmussen aus Breiholz erwartet Umweltminister Robert Habeck und Verbandspräsident Werner Schwarz.

Landwirtschaft zum Anfassen – das erwartet die Besucher beim „Tag des offenen Hofes“. Dieser steht unter dem Motto „Offen. Ehrlich. Echt.“ So wollen am kommenden Sonntag, 22. Mai, Bauern und Bürger in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen. In ganz Schleswig-Holstein beteiligen sich in diesem Jahr 44 landwirtschaftliche Betriebe an der Aktion des Bauernverbandes – und auch in Rendsburg-Eckernförde stehen Hoftore offen. Zum Beispiel die des Milchviehbetriebes von Sönke und Ulrike Asmussen in Breiholz.

„Wir sind zum ersten Mal beim ‚Tag des offenen Hofes‘ dabei“, berichtet das Ehepaar. Für den besonderen Tag haben sich die beiden ein buntes Programm einfallen lassen. So gibt es unter anderem geführte Hofbesichtigungen, Infostände von Imkern und Jägern, eine Landmaschinenausstellung mit alten und neuen Geräten und für Kinder einen Mini-Bagger sowie das beliebte Loko-Mobil. „Wir beginnen um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Scheune. Dazu sind alle umliegenden Gemeinden eingeladen“, so Ulrike Asmussen. Anschließend gibt ein Posaunenchor einige Stücke zum Besten, bevor ab 11.30 Uhr Spanferkel angeboten wird. Ab 13 Uhr statten Bauernverbands-Präsident Werner Schwarz und Umweltminister Dr. Robert Habeck dem Bauernhof einen Besuch ab. Klaus-Peter Lucht, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, hält ab 13.30 Uhr einen Vortrag über moderne Landwirtschaft, ab 14.30 Uhr gibt es Comedy auf Platt mit Lars Brodersen.

Besonders stolz sind Asmussens darauf, bei dem Hoffest zum allerersten Mal ihren eigenen Käse, den „Eider-Käse Hof Asmussen“, anbieten zu können. „Vor sechs Wochen hat eine mobile Käserei aus Stade bei uns Halt gemacht. So sind aus 1000 Litern Milch 100 Kilogramm Käse entstanden“, erzählen Sönke und Ulrike Asmussen. Nachdem das Milchprodukt nun etwa sechs Wochen gereift ist, ist es fertig zum Verzehr. „Die Genehmigungen liegen alle vor, nun geht es daran, den Käse zu verpacken und zu etikettieren“, berichtet Ulrike Asmussen und fährt fort: „Die frische Rohmilch ist direkt auf dem Hof weiterverarbeitet worden. Entstanden ist ein Käse nach Gouda-Art.“ Diesen gibt es auf dem Hoffest entweder ohne Kräuter oder aber mit Bockshornklee.

Am Sonntag wird die mobile Käserei auch vor Ort sein und ihre Arbeitsweise präsentieren. Dann entsteht Käse, dem Schnittlauch oder Paprika-Knoblauch zugefügt werden. Fertig ist er dann in etwa sechs Wochen.

Verkauft wird das hofeigene Produkt künftig entweder gewürfelt in kleinen Naschboxen oder in eingeschweißten Stücken. „Erhältlich ist das alles dann in unserem ‚Regio-Mat‘“, erklärt Sönke Asmussen. Dabei handelt es sich um einen Automaten auf dem Hof, an dem sich Kunden eigenständig regionale Produkte wie Eier, Marmelade oder Würstchen und Grillfleisch kaufen können. Auch frische Milch gibt es – aus einer Milchtankstelle. Diese ist seit September 2015 in Betrieb und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. „Einen Euro kostet ein Liter Rohmilch bei uns. Sie hat einen Fettgehalt von 4,3 Prozent – daraus kann man also auch Butter oder Sahne machen“, so Sönke Asmussen. Bei stetig sinkenden Milchpreisen hat er in der Direktvermarktung eine Chance gesehen. „Bei den aktuellen Preisen machen die Landwirte Verlust. Uns ging es aber darum, die Wertigkeit dieses Lebensmittels darzustellen und die Verbraucher auf den Hof zu holen.“ Diesen will die Familie zeigen, wie Landwirtschaft betrieben wird, wo Produkte des täglichen Lebens ihren Ursprung haben. Beim „Tag des offenen Hofes“ werden sie dazu Gelegenheit haben.

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erstellt am 18.Mai.2016 | 19:56 Uhr

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