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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 23:22 Uhr

Neuer Regierungschef : Wahlkampf mit Gratis-Pizza

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kinderstadt „Jerry Town“ eröffnet. Johan Wilkens wird Bürgermeister. Arbeitsagentur vermittelt Jobs.

Gestern Morgen um 9.30 Uhr öffnete „Jerry Town“, die Stadt der Kinder, ihre Tore. Bis zum Freitag werden sich 175 Jungen und Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren im Innenhof des „Hohen Arsenals“ auf spielerische Art mit den Strukturen und Abläufen einer Stadt auseinandersetzen.

Sofort nahm die „AWJ“, die Abfallwirtschaft Jerry Town, ihre Arbeit auf. Die dafür eingeteilten Kinder begannen mit dem Verteilen von Abfalltonnen an die verschiedenen Firmen auf dem Gelände. Es gibt einen Bring-und-Hol-Service für die drei Tonnen für Papier, Wertstoffe und Restmüll. Der Service muss natürlich bezahlt werden, in Jerrys, der Währung in der Stadt der Kinder. Wer für die Abfallwirtschaft arbeitet, bekommt Lohn. 15 Jerrys in der Stunde werden bezahlt, und wer besonders gewissenhaft arbeitet, erhält zudem ein Sandwich.

Peer Samuelson konzentrierte sich auf die Arbeit mit der Bohrmaschine. Er war in der Spielzeugwerkstatt beschäftigt und bohrte Löcher in eine Holzplatte. „Damit kann man später ‚Drei gewinnt‘  “ spielen“, erklärte der Zehnjährige aus Westerrönfeld. Von seiner Arbeit war er begeistert: „Das ist unglaublich toll und macht total Spaß.“

Daniel Piotraschke leitete die Spielzeugwerkstatt. Der 23-jährige angehende Erzieher, der das Jugendzentrum in Alt Duvenstedt leitet und im Familienzentrum A4 in Rendsburg mitarbeitet, beteiligt sich bereits seit fünf Jahren ehrenamtlich an Jerry Town. „Ich habe schon Batik und Floristik gemacht, jetzt es um Spielzeug.“ Die fertigen „Drei gewinnt“-Spiele mit roten oder grünen Kugeln wurden für 25 Jerrys das Stück angeboten und verkauft.

Das Zelt der Arbeitsagentur war Anlaufpunkt für alle Kinder. Hier konnten sie sich für einen Arbeitsplatz in Listen eintragen lassen, jeweils für einen halben Tag, um möglichst viele Tätigkeiten kennen zu lernen.

In Jerry Town gibt es einen Rettungsdienst und eine Feuerwehr, Jobs und Löhne, und Steuern werden auch erhoben. Natürlich braucht die Stadt der Kinder auch einen Bürgermeister und Ratsherren. Diese wurden gestern gewählt, nachdem sie in der Zeitung Werbung für ihre Kandidatur gemacht hatten. Nach dem Mittagessen hatten sie zudem Gelegenheit, eine Wahlkampfrede zu halten. Besonders gut kam dabei das Versprechen an, in der Caféteria kostenlos Pizza auszugeben.

Zum Bürgermeister von Jerry Town wurde Johan Wilkens (12) gewählt. Stadtvertreter wurden Fynn-Louis Ebsen (12), Lena Mari Jansen (10) und Jorit Zeipert (13). Sie treten heute ihre Ämter an und entscheiden unter anderem darüber, wer sich mit einer Firma selbstständig machen darf.


 

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