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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 15:09 Uhr

Wahlergebnis wird von der Kanzel herab verkündet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Geheime Abstimmung über 337 Kirchengemeinderäte im Kreis

In den 36 Kirchengemeinden des Kreises sind gestern die Gemeinderäte neu gewählt worden. 111  000 Wahlberechtigte waren an die Urnen gerufen worden. Die Beteiligung an der geheimen Abstimmung hat sich nach erster Einschätzung von Susanne van den Bergh, Pressesprecherin des Kirchenkreises, gut entwickelt. In Gettorf zum Beispiel haben Menschen schon vor Öffnung des Wahllokals Schlange gestanden. Die Ergebnisse standen bis Redaktionsschluss jedoch noch nicht fest.

Zwei Wahlurnen waren gestern im Hohenwestedter Thomashaus aufgebaut: ein Stimmzettelkasten für „Hohenwestedt“ und einer für die „Dörfer“. Zum Kirchspiel Hohenwestedt gehören nämlich neben dem Kirchenstandort Hohenwestedt schon seit dem Hochmittelalter weitere zwölf Gemeinden. Bei der Kirchengemeinderatswahl standen gestern neben den gesetzten Pastoren Torsten Wessel und Oliver Opitz weitere 22 Kandidaten zur Wahl. Mit 24 Mitgliedern ist das Leitungsgremium der zahlenstärkste Kirchengemeinderat im gesamten Kreis Rendsburg-Eckernförde. „Kommunikation ist das Wichtigste“, meinte Pastor Wessel, „wir haben deshalb einen so großen Kirchengemeinderat, damit wir viele Ansprechpartner in den Dörfern haben, die mitbekommen, was anliegt und wo es vielleicht Probleme gibt.“ Neben den beiden Pastoren hat sich auch Kirchen-Mitarbeiterin Elke Lange zur Wahl gestellt. „Bei den restlichen 21 Mitgliedern handelt es sich um Ehrenamtliche“, vermerkte Wessel. Eine hinreichende Anzahl von Kandidaten für die Kirchengemeinderatswahl zu finden, sei diesmal „sehr schwierig“ gewesen, berichtete der Geistliche: „Weil ungefähr die Hälfte der bisherigen Mitglieder nach jeweils vielen Amtsjahren nicht wieder zur Wahl stand.“ Auch die Vorsitzende Renate Tank aus Mörel verzichtete nach 28 Jahren im Kirchengemeinderat, von denen sie das Gremium die letzten acht Jahre leitete, auf einer nochmalige Kandidatur. Bei der Einführung des neuen Kirchengemeinderats am 15. Januar (18.30 Uhr, Peter-Pauls-Kirche) wird Renate Tank von Propst Matthias Krüger für ihre vielfältigen Verdienste mit dem Ansgarkreuz ausgezeichnet. 150 Kirchgänger nahmen gestern Vormittag am Familiengottesdienst in der Peter-Pauls-Kirche teil, bei dem Wessels Frühkonfirmanden Leo Tolstois Geschichte vom „Vater Martin“ aufführten. Viele Gottesbesucher gingen nach dem Gottesdienst direkt zum Wählen ins Thomashaus. Dass „das demokratische Prinzip für unsere Kirchengemeinde ganz wichtig ist“, hat Wessel seinen Konfirmanden offenkundig erfolgreich vermitteln können. Konfirmandin Carola Stahmann aus Peissen war die jüngste Wählerin. „Ich habe auch eine Stimme – und diese Stimme möchte ich einsetzen“, sagte die 14-Jährige. Gestern Abend um 18 Uhr begannen die Wahlvorstände im Thomashaus mit der Auszählung der Stimmen. Spätestens am Dienstag werden die Wahlergebnisse im Bekanntmachungskasten vor der Peter-Pauls-Kirche veröffentlicht. „Außerdem werde ich das Ergebnis am nächsten Sonntag von der Kanzel herab bekanntgeben“, kündigte Pastor Oliver Opitz an. Die Veröffentlichung der Resultate werde in allen Gemeinden unterschiedlich gehandhabt, sagte Susanne van den Bergh. Einige geben Extra-Ausgaben des Gemeindebriefs heraus. Die Ergebnisse seien jedoch auch im Kirchenbüro einsehbar.

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