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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

Bundestagswahlkreis 4 : Wadephul toppt sogar DDR-Ergebnisse

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Kreisverband Rendsburg-Eckernförde nominiert den Politiker zum dritten Mal für die Bundestagswahl. In der Stadthalle erhielt der 53-Jährige 84 von 85 (eine Enthaltung) gültigen Stimmen.

Die Wahlkreismitgliederversammlung der CDU Rendsburg-Eckernförde hat ihrem Abgeordneten im Deutschen Bundestag, Dr. Johann Wadephul, erneut ihr absolutes Vertrauen ausgesprochen. Mit 100 Prozent der Stimmen wurde Wadephul zum dritten Mal als Kandidat für die Bundestagswahl für den Bundestagswahlkreis 4 gewählt. Auf der Wahlkreismitgliederversammlung am Sonnabend in der Stadthalle erhielt der 53-Jährige 84 von 85 (eine Enthaltung) gültigen Stimmen. „Mehr geht nicht“, bedankte sich der gebürtige Husumer bei seinen Parteifreunden. Somit strebt Wadephul als Kandidat der CDU bei der Bundestagswahl im September 2017 erneut einen Sitz als Abgeordneter an.

Zuvor ging Wadephul in seinem Bericht aus Berlin auf ausgewählte Wahlkreisthemen ein, insbesondere auf die verkehrliche Anbindung des Nordens. In Bezug auf den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Sehestedt und Holtenau sowie auf die Erneuerung der Schleusentore sagte er: „Berlin hat erkannt, dass dieser Kanal die wichtigste Wasserstraße der Welt ist.“ Kritik äußerte der designierte Wahlkreiskandidat in Bezug auf die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels, für den der Bund zuständig ist. „Das erinnert alles sehr an den Berliner Flughafen“, so Wadephul. Er habe Bundesminister Alexander Dobrindt deutlich gemacht, dass diese Situation nicht hinnehmbar sei und er erwarte, dass nach Fertigstellung der ersten Röhre eine Pause eingelegt werde. „Ich erwarte, dass bei der Sanierung der zweiten Röhre ein klarer Bauzeitenplan vorliegt“, sagte er. Von Dobrindt habe er ein positives Signal in Bezug auf die Anschaffung einer neuen Schwebefähre erhalten, sollte sich die alte als nicht reparaturfähig erweisen. Harsche Worte in Richtung Reinhard Meyer (SPD), schleswig-holsteinischer Verkehrsminister, sandte Wadephul in Sachen Rader Hochbrücke, für die das Land zuständig ist. „Es ist seine Brücke, für die er die Verantwortung trägt“, stellte er klar und äußerte massive Zweifel an dem Vorgehen des Verkehrsministers, besonders im Hinblick auf den Ausbau der A  20: „Es ist eine Blamage für Schleswig-Holstein, dass der Bund Milliarden für die Verkehrsplanung anbietet, und wir können keinen einzigen Cent ausgeben.“

Der Wahlkreisversammlung voraus ging der Kreisparteitag der CDU Rendsburg-Eckernförde, zu dem der Kreisvorsitzende Johann Wadephul politische Prominenz begrüßte. Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, skizzierte in einem Gastbeitrag das Thema „Gesundheitspolitik im Dienste der Menschen“. Thomas Stritzl (MdB) im Wahlkreis 5 (Kiel, Kronshagen und Altenholz) forderte die Delegierten vor der Wahl in seinem Grußwort auf, für Wadephul zu stimmen. „Ein klares Ja für Jo Wadephul bedeutet ein klares Ja für eine gute Wahl und für einen guten Wahlausgang“, sagte Stritzl. Als Gäste nahmen auch Kreispräsident Lutz Clefsen und Otto Bernhardt, Ehrenvorsitzender der CDU Rendsburg-Eckernförde, an dem Kreisparteitag teil.

Einstimmig votierte der Kreisparteitag für den Antrag des Kreisvorstandes in Bezug auf die Einstufung der Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko als sichere Herkunftsstaaten. Gleiches gilt für den Antrag, die von der Landesregierung in 2017 geplanten 23 Millionen Euro Krippengeld nicht den Eltern, sondern komplett den Kommunen zukommen zu lassen – für bessere Qualität und kleinere Gruppen in den Kitas.

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erstellt am 27.Jun.2016 | 12:00 Uhr

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