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Landeszeitung

25. März 2017 | 01:15 Uhr

Hochbrücke : Vorboten der künftigen Schwebefähre

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Unter der Eisenbahnhochbrücke wurde eine Arbeitsplattform montiert: Von dieser aus sollen Arbeiter neue Schienen für den Oberwagen verlegen.

Wenn die neue Schwebefähre fertig ist, soll sie ohne Verzug unter der Eisenbahnhochbrücke montiert werden können. Um dies sicherzustellen, trifft die Kanalverwaltung bereits jetzt erste Vorbereitungen. Bauarbeiter haben unter der Brücke auf Höhe des Südufers eine Arbeitsplattform angebracht. Von hier aus sollen Arbeiter die Unterkonstruktion erneuern, auf der die Schienen für den Oberwagen der Schwebefähre verlaufen. „Die Sanierung und das Verlegen neuer Schienen sollen bis zum Sommer 2018 abgeschlossen sein“, erläutert Rüdiger Schröder vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA Kiel-Holtenau) den Zeitrahmen.

Wann exakt die neu gebaute Schwebefähre zum ersten Mal über den Kanal fährt, ist allerdings noch unklar. Wahrscheinlich ist ein Termin im Jahr 2019. Zurzeit wird die öffentliche Ausschreibung vorbereitet. Laut Aussage des Landesamtes für Denkmalpflege solle die Anmutung der Schwebefähre erhalten bleiben. Dies bedeute, dass der Ersatzneubau des Fährkörpers sich an der jetzigen Schwebefähre, was Abmessungen und die filigrane Konstruktion betrifft, orientieren soll. „Wir beschreiben die von einer Firma zu erbringende Leistung funktional, die technische Ausführung der Leistung ist Sache der Firma“, erklärt Visser. Bei diesem Verfahren komme der Beschreibung der Anforderungen besonders große Bedeutung zu. Denn die planende und später auch bauausführende Firma müsse sicherstellen, dass alle Anforderungen vollständig erfüllt werden. „Planung und Bau einer Schwebefähre“ bedeute immer auch „Planung und Bau eines Prototypen“.

Die Vergabe des Auftrags soll im zweiten Halbjahr folgen. Die Behörde rechnet mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren. Der Neubau soll sich an der alten Fähre orientieren, die im Januar vergangenen Jahres bei der Kollision mit einem Frachter so schwer beschädigt wurde, dass sie nicht mehr repariert werden kann.

Das Wrack der Schwebefähre befindet sich weiterhin auf dem Bauhof der Kanalverwaltung, der ehemaligen Saatsee-Werft, in Rendsburg. „Wir sind uns mit dem Denkmalschutz einig, dass insbesondere vor dem Hintergrund des laufenden Weltkulturerbe-Verfahrens gut überlegt sein will, was mit der alten Schwebefähre passieren soll“, sagte Visser. Was mit ihr mittel- bis langfristig geschehen solle, werde mit dem Denkmalschutz und auch mit Partnern wie der Gemeinde Osterrönfeld und der Stadt Rendsburg beraten.

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