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Landeszeitung

02. Dezember 2016 | 19:07 Uhr

Mastbrook : Viel später als erwartet: Grünes Licht für neue Halle

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Innenministerium gewährt Förderung für Mehrzweckgebäude in Mastbrook. Baubeginn im März.

Dem Bau der Mehrzweckhalle in Mastbrook steht offenbar nichts mehr im Weg. Bürgermeister Pierre Gilgenast gab in der Ratsversammlung bekannt, dass der langersehnte Förderbescheid des Innenministeriums im Rathaus eingetroffen sei. Das Land gewährt Rendsburg für das 6,5-Millionen-Euro-Projekt einen Zuschuss über 4,6 Millionen Euro. Die restlichen 1,9 Millionen muss die Stadt aus eigener Tasche bezahlen. Die Fördergelder waren erst nach überraschend langwierigen Verhandlungen mit der Städtebauförderung gewährt worden. Bei der Projektvorstellung im Oktober 2014 war die Stadt davon ausgegangen, das neue Gebäude im Herbst 2016 einweihen zu können, jetzt ist vom Sommer 2018 die Rede.

Bürgermeister Gilgenast wirkte gestern spürbar erleichtert, dass es bei dem Projekt nun endlich vorangehe. Die Stadtverwaltung habe alles vorbereitet, um zügig loslegen zu können. „Wir haben nur noch auf das grüne Licht aus Kiel gewartet“, sagte er. In diesen Tagen werde der Abriss der jetzigen Turnhalle neben der Schule Mastbrook ausgeschrieben, die dem neuen Gebäude weichen muss. Die Abrissbagger sollen im Januar anrücken und mit ihrer Arbeit bis März fertig sein. Unmittelbar im Anschluss beginnen die Arbeiten am Neubau.

Noch Anfang September hatte Gilgenast dem Innenministerium in einer öffentlichen Sitzung des Senats schwere Vorwürfe gemacht, weil der Förderantrag aus seiner Sicht schleppend bearbeitet worden sei. Die scharfe Kritik aus Rendsburg führte zu weiteren Gesprächen zwischen dem Rathaus und dem Innenministerium. Offenbar kam damit Bewegung in die Sache – so wertete es jedenfalls der Bürgermeister: In Kiel habe man die Signale verstanden.

Für Mastbrook ist die Mehrzweckhalle das wichtigste zentrale Vorhaben und soll die städtischen Bemühungen um eine Aufwertung des Stadtteils abrunden. Einer der ersten Schritte war vor zwei Jahren die Einweihung der „Grünen Mitte“ – einer Freizeitanlage, die fast eine halbe Million Euro gekostet hat und von Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt wird. Mastbrook gilt als sozial schwacher Stadtteil mit einem überdurchschnittlichen Anteil von Hartz-IV-Familien. Rendsburg beantragte daher frühzeitig die Aufnahme von Mastbrook in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“.

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erstellt am 13.Okt.2016 | 09:30 Uhr

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