zur Navigation springen

Landeszeitung

28. Juli 2016 | 02:54 Uhr

Westerrönfeld : Verschleppt ein Tierhasser Katzen über den Kanal?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Westerrönfelder Ahornweg sind in zwei Jahren bereits sieben Katzen verschwunden - Anwohner vermuten, dass ein Katzenfeind sie schnappt auf der anderen Kanalseite wieder aussetzt.

Westerrönfeld |

Sieben spurlos verschwundene Katzen innerhalb von zwei Jahren – kann das noch Zufall sein? „Nein“, sagt Martina Steiner aus dem Ahornweg in Westerrönfeld. Zwei der Katzen sind wieder aufgetaucht. Gefunden wurden sie nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. „Vermutlich hat sie jemand eingefangen und dann auf der anderen Kanalseite ausgesetzt.“ Da hätten die Katzen natürlich keine Chance, allein wieder den Weg nach Hause zu finden, macht Annemarie Solterbeck deutlich. Ihr Kater „Freides“ verschwand am 28. Februar letzten Jahres. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.

Für Familie Steiner kam der große Schreck am 31. August. Da war „Lucy“ plötzlich weg, bereits die dritte Katze, die verschwand. Über das Internetportal www.tasso.net suchte die Familie nach der Katze, dem Liebling von Rieke (14) und Levke (11). Durch ein Suchplakat in einer Tierarztpraxis in Hohn wurde eine Familie aus Tetenhusen aufmerksam, die eine Katze gefunden und hochgepäppelt hatte. „Es war unsere ,Lucy‘“, sagt Gerd Steiner. „Sie muss sich drei Wochen allein durchgeschlagen haben.“

Die Freude bei Rieke und Levke war groß, als „Lucy“ wieder bei ihnen war. Aber sie haben auch Angst, dass wieder etwas passieren könnte. „Ihr dürft die Katze nicht wieder rauslassen“, haben sie von ihren Eltern gefordert. „Wir alle möchte so etwas nicht noch einmal erleben“, macht Martina Steiner deutlich. Seit einer Woche bleibt „Lucy“ im Haus. In den nächsten Tagen soll ihr beim Tierarzt ein Chip eingesetzt werden, durch den sie per GPS geortet werden kann. Denn „Lucy“ soll nicht auf Dauer eingesperrt bleiben.

„Die Ungewissheit ist das Grausame“, stellt Annemarie Solterbeck fest. „Die Katzen verschwinden, und wir wissen nicht, wie es ihnen geht und ob sie überhaupt noch leben.“

„Wir alle sind entsetzt, dass es anscheinend in unserer Nachbarschaft Menschen gibt, die auf diese gemeine Art und Weise ihr ,Katzenproblem‘ lösen“, sagt Martina Steiner. Damit fügten sie schließlich nicht nur den Katzen, sondern auch den dazugehörigen Familien und besonders den Kindern großes Leid zu.

Martina Steiner appelliert an das Gewissen des Täters. „Wir möchten es unseren Kindern ermöglichen, mit ihrem Lieblingstier aufzuwachsen.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 07.Okt.2013 | 06:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen