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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 05:12 Uhr

Unbekannter will Kinder vom Pausenhof locken

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Polizei verstärkt Streifen nach Vorfällen an der Gorch-Fock-Grundschule in Eckernförde

Ein unbekannter Mann sorgt für Unruhe an der Gorch-Fock-Schule in Eckernförde. Nach Angaben der Polizei hat der Mann in der vergangenen Woche mehrere Grundschulkinder während der Pausenzeiten angesprochen, um sie in sein Auto zu locken.

Laut Zeugenaussagen soll es sich um einen älteren, zirka 1,80 Meter großen Herren handeln. Die Kinder beschrieben den schlanken Mann als ungepflegt, der einen Bart tragen und seine Haare zu einem Zopf gebunden haben soll. Nach Kenntnis von Schulleiterin Heinke Marquardt hat der Mann sich auf einem Platz unmittelbar neben dem Hof der Gorch-Fock-Schule aufgehalten, der für Streukästen des Winterdienstes genutzt wird und nicht mit einem Zaun abgegrenzt ist.

„Der Mann fiel den Kindern auf“, sagte die Schulleiterin, „weil sich Erwachsene selten um diese Zeit dort aufhalten.“ Sechs Kinder soll der Unbekannte mit dem Hinweis angesprochen haben, ihnen etwas in seinem Auto zeigen zu wollen. Erstmals trat der Mann am vergangenen Mittwoch in Erscheinung. „Die Kinder haben richtig reagiert. Sie haben das sofort der Lehrerin gemeldet“, sagte Heinke Marquardt, die daraufhin die Polizei informierte. Als der Mann zwei Tage später erneut an der Schule auftauchte, wurde die Schutzpolizei aktiv und schickte einen Streifenwagen. Als die Beamten dort ankamen, hatte der Mann das Gelände bereits wieder verlassen. In einem Brief informierte die Schulleiterin die Eltern mit der Bitte, mit ihren Kindern darüber zu sprechen, wie sie sich verhalten sollen, falls sie auf dem Schulweg angesprochen oder verfolgt werden. „Das ist Sache der Eltern“, erklärte Marquardt, obgleich dieses Thema selbstverständlich jetzt auch im Unterricht angesprochen wurde. Die anderen Grundschulen wurden ebenfalls von dem Vorfall informiert. Die Kriminalpolizei Eckernförde hat die Ermittlungen aufgenommen. In unregelmäßigen Abständen fährt die Schutzpolizei Streife vor Ort. „Wir haben jetzt verstärkt ein Augenmerk auf die Schule“, erklärte Rainer Wetzel von der Pressestelle der Polizeidirektion Neumünster.

Schulrat André Berg aus dem Rendsburger Kreishaus sagte, dass das Schulamt über solche Vorfälle informiert werden muss, wenn eine konkrete Gefahr vorhanden ist. Dann werde das weitere Vorgehen mit den Schulen abgestimmt. Zuletzt sei das vor rund drei Jahren vorgekommen. Damals habe sich die Gefahr jedoch als gegenstandslos erwiesen. Er sagte, dass es sich häufig um Gerüchte handele, die sich im Internet verbreiten. Eine Warnung schaffe dann meistens zusätzliche Verunsicherung unter den Eltern.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 11:57 Uhr

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