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Landeszeitung

09. Dezember 2016 | 06:53 Uhr

1. Basketball-Regionalliga : Twisters setzen auf den Teamgeist

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit dem Ziel „Klassenerhalt“ gehen die Twisters Rendsburg in die Spielzeit 2016/17 in der 1. Basketball-Regionalliga Nord. Zum Auftakt empfangen die Twisters mit Rot-Weiß Cuxhaven einen Meisterschaftsfavoriten.

Die Spannung vor dem ersten Punktspiel am Sonnabend um 19.15 Uhr in der heimischen Herderhalle gegen Rot-Weiß Cuxhaven ist groß. Noch nie fieberte Bjarne Homfeldt, der seit vier Jahren auf der Trainerbank der Twisters Rendsburg sitzt, einer Saison so entgegen wie dieses Mal. Denn noch nie war nach Einschätzung des Rendsburger Coaches die 1. Basketball-Regionalliga, der die Twisters im dritten Jahr angehören, so stark besetzt wie in der Spielzeit 2016/17. Einige Mannschaften haben wegen fehlender finanzieller oder sportlicher Perspektiven gar nicht erst für die vierthöchste Spielklasse gemeldet. „Das führt zweifellos zu einer Steigerung des Niveaus“, prognostiziert Homfeldt.

Elf Teams treten an, von denen eine Mannschaft den bitteren Weg in die 2. Regionalliga antreten muss. Bei den Twisters ist die Zuversicht groß, dass auch in diesem Jahr die Klasse gehalten werden kann. Diese stützt sich besonders auf die Profis Martell Collins und Abdulai Abaker, die seit dieser Saison das Rendsburger Trikot tragen. Collins ist ein nervenstarker Schütze, der vor allem in der Schlussphase den Unterschied ausmachen kann. „Solch ein Spieler hat uns bisher gefehlt“, sagt Homfeldt mit Blick auf den US-Amerikaner. Abakers Stärke ist seine Schnelligkeit. „So einen schnellen Spieler hatten wir noch nie in der Mannschaft“, schwärmt der Rendsburger Trainer. Zwar hatte der Däne anfangs mit einer Verletzung zu kämpfen, ist mittlerweile aber wieder voll belastbar.

Neben der individuellen Stärke soll vor allem der Teamgeist den Twisters zum Klassenerhalt verhelfen. Nach der Saison 2014/15 blieben nur drei Spieler bei den Twisters. Homfeldt musste fast ein ganzes Team neu aufbauen. Dieses Mal stehen ihm neun Akteure aus der vergangenen Spielzeit zur Verfügung. Und mit Robert Daugs, der gerade zum zweiten Mal Vater geworden ist, könnte in den nächsten Wochen noch ein zehnter Spieler zurückkehren. „Wir haben eine eingespielte Mannschaft. Das könnte gegenüber den anderen Teams, die sich zumeist durch mehrere Spieler verstärkt haben, ein Vorteil sein.“ Und die Integration von Collins und Abaker verlaufe bestens, so Homfeldt. „Die Jungs haben viel Spaß miteinander.“ Als Saisonziel hat er einen einstelligen Tabellenplatz ausgegeben. Damit wäre dann zugleich die Klasse gehalten.

Ein wenig Sorge bereitet dem Rendsburger Trainer allerdings der dünne Kader, der lediglich elf Spieler mit einem Durchschnittsalter von 21,9 Jahren umfasst. „Ausfälle, gleich welcher Art, darf es kaum geben.“ Zwar hatten sich die Verantwortlichen des BBC Rendsburg um einen größeren Kader mit noch besserer Qualität bemüht. Aber Spieler aus Schleswig-Holstein genügen kaum den Ansprüchen einer 1. Regionalliga, und um Spieler von außerhalb in den Norden zu locken, muss viel Geld in die Hand genommen werden. „Da sind unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt“, beschreibt Homfeldt die Situation des Vereins. „Um so wichtiger ist, dass so viele Spieler der letzten Saison geblieben sind.“ Lediglich Terence Billups (Leipzig/2. Bundesliga Pro B), Gediminas Butkus und Jarmo Ruppert, die beide zurück in ihre Heimat kehrten, spielen nicht mehr für die Twisters. Diese Abgänge sollen nicht nur Collins und Abaker auffangen, sondern vor allem die eigenen Jugendspieler. „Auf unsere Jugendarbeit können wir uns verlassen“, so Homfeldt. Die jungen Spieler haben in diesem Sommer einen großen Schritt nach vorn gemacht und es wird die Philosophie des Vereins bleiben, weiter verstärkt auf Spieler aus der Region zu setzen.

Dies ist in der Liga schon ungewöhnlich, da die meisten Team eher auf erfahrene Profispieler aus dem Ausland setzen. So auch der morgige Gegner Rot-Weiß Cuxhaven. Dem Vernehmen nach soll der Meisterschaftsfavorit mit einem Etat, der deutlich über 200  000 Euro liegt, in die Saison gehen. Der Etat des BBC bewegt sich hingegen im mittleren fünfstelligen Bereich.

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