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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 07:12 Uhr

Spenden erwünscht : Tierheim geht Nassfutter für Katzenbabys aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vorräte der Auffangstation fast aufgebraucht. Seit Ende April wurden 95 Jungtiere aufgenommen.

Sie sind gerade einmal so groß wie eine geballte Faust: Katzenbabys. Im Tierheim Rendsburg wimmelt es in den vergangenen Wochen und Monaten förmlich von den kleinen Fellknäulen. Die meisten sind Findlinge. Mittlerweile wird es eng im Katzenhaus. Auch die Futter-Vorräte für die Babys gehen langsam aber sicher zur Neige.

95 Katzenbabys hat das Tierheim Rendsburg seit Ende April aufgenommen. Im Moment leben 13 kleine Tiere in der Auffangstation. Zu den Neuankömmlingen gehört auch die Katzendame Franzi mit ihren vier Neugeborenen. „Die Kleinen wurden bei Baumfällarbeiten auf einem Spielplatz gefunden“, sagt Martina Block, Mitglied im Vorstand des Tierschutzvereins Rendsburg und Umgebung. „Ihre Mutter haben wir später mit einer Falle einfangen können. So konnten wir die Familie zum Glück wieder vereinen.“

Die 13 Kätzchen verputzen zusammen mit Mutter Franzi rund acht Dosen Futter am Tag. „Die Kleinen fressen ab der dritten oder vierten Woche Nassfutter“, sagt Daniela Rode, Angestellte im Tierheim. „Sie fangen dann langsam an und probieren ab und zu einmal das Fressen der Mutter. Schließlich steigen sie von der flüssigen Milch komplett auf feste Nahrung um.“ Im Gegensatz zu ihren großen Artgenossen können sie aber noch nicht mit Stücken umgehen und brauchen Futter mit einem höheren Nährwert.

Die große Anzahl von Katzenbabys erklärt sich Block damit, dass gerade frei lebende Katzen zu selten kastriert werden. „Die herrenlosen Katzen vermehren sich meistens unkontrolliert. In diesem Jahr haben wir aber außergewöhnlich viele kleine Findlinge“, so das Vorstandsmitglied. Auch das Land hat sich dieses Problem inzwischen angenommen: Schleswig-Holstein stellt für die Kastration herrenloser Katzen und Kater einen Fonds bereit. Noch bis zum 11. November können frei lebende Tiere daher kostenlos bei einem Tierarzt kastriert werden.

Im Tierheim ist in den nächsten Wochen erstmal keine Erleichterung in Sicht. Nicht alle Kätzchen können sofort in ein neues Heim vermittelt werden. Einige sind noch zu klein, andere leiden an einem Schnupfen. Sie sollen aber möglichst bald ausziehen. „Wir vermitteln die Kätzchen am liebsten im Doppelpack oder als Zweitkatze“, sagt Block. „Sie haben sich an ihre Geschwister gewöhnt. Außerdem wird einem Katzenbaby allein zu Hause schnell langweilig.“ Neue Katzeneltern müssen gerade bei den Kleinen auf einiges achten. „Vorsichtig sollte man mit gekippten Fenstern oder herumliegenden Bändseln sein. Die Kleinen verheddern sich oft in den Bändern und bleiben in kleinen Spalten öfter stecken als man denken mag.“

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erstellt am 20.Okt.2016 | 09:50 Uhr

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