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Landeszeitung

02. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Rendsburg-Eckernförde : Stühlerücken beim Kreis: 100 Mitarbeiter ziehen um

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Expansion der Ausländerbehörde erfordert großen Umbau. Der Fachdienst Umwelt verlässt das Kreishaus.

Derart große Ausmaße hatte eine Umstrukturierung innerhalb der Kreisverwaltung wohl noch nie: 100 Beamte und Angestellte ziehen demnächst mit ihren Arbeitsplätzen um. Hintergrund ist der enorme Ausbau der Ausländerbehörde seit Beginn der Flüchtlingswelle vor zwei Jahren. Dieser Fachdienst Zuwanderung soll nun mehr Platz bekommen. Das hat nun einen Domino-Effekt zur Folge, denn fünf andere Abteilungen im Kreishaus an der Kaiserstraße 8 in Rendsburg müssen ihre Büros räumen. Kosten der Aktion: 190  000 Euro.

Hauptbetroffener ist der Fachdienst Umwelt, der aus den Abteilungen Wasser, Bodenschutz und Abfall sowie der Unteren Naturschutzbehörde besteht. Mit seinen 30 Mitarbeitern im fünften Stock eröffnet er den Umzugsreigen. Am kommenden Montag und Dienstag geht es für den Fachdienst in neu gemietete Räume im ehemaligen Nobiskrug-Verwaltungsgebäude an der Kieler Straße 53. Ab dem 1. Juni sind die Abteilungen dort für den Publikumsverkehr geöffnet.

Sobald die Schreibtische der Umweltbehörde geräumt sind, werden sie von den 25 Mitarbeitern der Straßenverkehrs- und Bußgeld- sowie der Führerscheinstelle besetzt. Sie ziehen aus dem Erdgeschoss in den fünften Stock, „weil es dort einen Wartebereich gibt“, sagt Hans-Joachim Paulsen vom Gebäudemanagement des Kreises. Carsten Ludwig, Chef der Ordnungsbehörde, betont: „Die Zulassungsbehörde bleibt aber im Erdgeschoss.“

Damit schafft der Kreis Platz im Parterre für die Ausländerbehörde. „Dort ist sie am besten aufgehoben, weil dort viel Raum durch das große Foyer frei ist“, so Carsten Ludwig. Der ist auch nötig, denn der Fachdienst Zuwanderung betreut tausende Menschen, die mit ausländischen Wurzeln im Kreis leben. Durch die Zuwanderungswelle mit 3000 Menschen im vergangenen Jahr und bereits 1000 weiteren seit Januar sei der Arbeitsaufwand enorm gestiegen, so Carsten Ludwig. Dementsprechend ist die Ausländerbehörde gewachsen, allein von Herbst 2015 mit 14 auf derzeit 21 Mitarbeiter. Die ziehen nun aus ihren zwölf Büros in der ersten Etage in 23 Zimmer direkt darunter – und haben so noch Expansionsmöglichkeiten. Zudem werden sie künftig in den drei Gruppen für Asyl, Aufenthalt und Einbürgerung arbeiten. „Das sind die drei Phasen, die Ausländer durchlaufen, wenn sie nach Deutschland kommen“, so Ludwig. Er erhofft sich mehr Kundenfreundlichkeit durch kürzere Wartezeiten. Auch deshalb, weil im Foyer ein Informationstresen errichtet wird, an dem Ausländer Kurzanliegen direkt klären können, etwa einen Ausweis abholen.

Bis es soweit ist, wird die Behörde jedoch am kommenden Donnerstag, 2. Juni, nachmittags sowie am Freitag, 3. Juni, für den Umzug geschlossen. Am Montag, 6. Juni, eröffnet sie im Erdgeschoss. „Ich appelliere, an diesen Tagen nur in dringenden Fällen ins Kreishaus zu kommen“, sagt Carsten Ludwig.

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erstellt am 28.Mai.2016 | 06:00 Uhr

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