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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 07:12 Uhr

Rendsburg/Borgstedt : Stau-Chaos nach Fischlaster-Havarie

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Autobahn 7 nach Unfall nördlich der Hochbrücke stundenlang gesperrt. Kanaltunnel und Bundesstraßen rund um Rendsburg überlastet.

Das Unglück ereignete sich kurz vor Mitternacht: In der Nacht zu gestern musste die Autobahn 7 in Höhe Rendsburg nach einem Unfall mit zwei Lastwagen stundenlang gesperrt werden. In der Folge entstand ein Verkehrschaos, das sich schnell in der gesamten Region ausbreitete. Knackpunkt war wieder einmal der Kanaltunnel, denn die Fahrer mussten über diese Engstelle ausweichen. Lange Staus waren die unvermeidliche Folge. Zudem sorgte ein zweiter Unfall in den Morgenstunden erneut für Stillstand.

Ursprung für das Durcheinander war die Havarie eines 40-Tonners, der mit frischen Lachsforellen beladen auf der A7 in Richtung Süden unterwegs war. Kurz vor Mitternacht übersah der 52-jährige Fahrer offenbar, dass der Laster vor ihm bremste. Er versuchte noch auszuweichen, fuhr aber auf den Vordermann auf. Danach verlor er die Kontrolle über seinen Lastzug und durchbrach die Mittelschutzplanke. Der Lkw kippte um, und verlor seine Ladung, die sich auf der Straße verteilte. Der Laster blieb auf der Seite liegen und blockierte beide Fahrtrichtungen. Der Fahrer wurde mit leichten Verletzungen vorsorglich in die Imland-Klinik Rendsburg eingeliefert. Die Rendsburger Feuerwehr rückte mit neun Fahrzeugen zur Unfallstelle, die genau zwischen der Anschlussstelle Rendsburg/Büdelsdorf und der Rader Hochbrücke lag, aus. Die 35 Kameraden stellten laut stellvertretendem Wehrführer Jens Schnittka in erster Linie sicher, dass sich der ausgelaufene Diesel nicht entzündete. Zudem pumpten die Wehrleute 300 Liter Kraftstoff ab. Um 3.30 Uhr kehrten die ersten Feuerwehrautos zur Wache zurück. Der letzte Wagen blieb bis 7 Uhr, um die Unglücksstelle zur Bergung von Laster und Ladung auszuleuchten.

Die Autobahn blieb bis in die Morgenstunden in beide Richtungen gesperrt. Gegen 8 Uhr gab die Polizei beide Fahrbahnen zunächst einspurig frei. Erst nach Abschluss der Reinigungsarbeiten gegen 16 Uhr konnten die Fahrbahnen wieder freigegeben werden. Besonders die Fahrer im morgendlichen Berufsverkehr mussten lange Verzögerungen hinnehmen. Der Verkehr in und um Rendsburg kam weiträumig zum Erliegen, denn die Hauptausweichstrecke verläuft durch den noch immer nur pro Richtung einspurig befahrbaren Kanaltunnel. Deshalb reihten sich Autos und Laster auf der Bundesstraße 77 in langen Schlangen vor dem Kanaltunnel, auf der nördlichen Seite bis zurück auf Höhe der Abfahrt zur B203. Auf der Südseite staute es sich zeitweise bis zurück auf die Autobahn 210. Dort versuchten viele Fahrer, über die Fährstelle Nobiskrug auf die andere Kanalseite zu gelangen. In der Folge kam es auch hier zu langen Wartezeiten. Auch die Ortsdurchfahrten von Schacht-Audorf, Osterrönfeld und Westerrönfeld waren zeitweise überlastet, weil etliche Fahrer auf dieser Strecke den Stau auf der B202 umgehen wollten.

Darüber hinaus kam es gegen 8.40 Uhr auf dem Beschleunigungsstreifen von der A210 auf die A7 in Richtung Norden zu einem Auffahrunfall, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren. Ein 36 Jahre alter Mann fuhr mit seinem Wagen auf einen Sprinter mit Anhänger auf und schob diesen auf einen Lastwagen. Bis zum Abschluss der Bergung um 10.30 Uhr verursachte der Unfall erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Zur Erinnerung: Zurzeit ist es auch in Hamburg an der A7 besonders eng: Wegen des Ausbaus ist die Autobahn zwischen Hamburg-Stellingen und dem Dreieck Nordwest seit gestern Nacht bis zum Montagmorgen, 5 Uhr, in beide Richtungen gesperrt.

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erstellt am 10.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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