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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 11:17 Uhr

Musik Festival : Stargast in der Carlshütte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Musik Festival feierte seinen 30. Geburtstag mit einem spektakulären Festwochenende rund um Haydns Oratorium. Schauspielstar Klaus Maria Brandauer war Stargast in der Carlshütte.

Gigantisch war die Wirkung schon: 52 Stuhlreihen, 1200 weiße Plastikstühle in der früheren Gießereihalle, eine riesige Bühne mit ebenso riesigem Podest – ein ebenso riesiger Chor (330 Stimmen) und groß besetztes Orchester. Gleich an zwei Tagen wurden in der Carlshütte „Die Jahreszeiten“ von Josef Haydn aufgeführt. Jedes Mal eine Großveranstaltung mit zwei Stunden Pause.

Alles auch Zeichen des Erfolges während der vergangenen 30 Jahre. Das Schleswig-Holstein Musik Festival steht für Entwicklung und Verbreitung von Kultur im Land. Ganz besonders mittendrin in der Allianz von NordArt und Festival in Büdelsdorf und Rendsburg. Eine Besinnung „zurück zu den Wurzeln“ ist es auch: Beteiligung des Landes, nicht nur in Scheunen und anderen ungewöhnlichen Konzertorten, sondern auch des „lebendigen Schatzes“ von Chören wie dem Flensburger Bachchor, dem Symphonischen Chor Hamburg und dem Elbipolis Barockorchester Hamburg unter der Leitung des Flensburgers Matthias Janz.

Natürlich auch mit gehörigen Extras, wie Klaus Maria Brandauer, der mit ergänzenden Texten in der Rolle Haydns Umstände der Entstehung und das Werk erläuterte. „30 Jahre Erfolgsmodell, oft kopiert – die größte Ehre und Anerkennung“ freute sich Festival-Intendant Dr. Christian Kuhnt. „Das Wunder SHMF und das Wunder NordArt zusammen seien einmalig. „Mit Feuereifer setzt sich die Familie Ahlmann für zeitgenössische darstellende Kunst ein. Nicht elitär, sondern in die Breite wirkend. Ohne Sie wäre das alles gar nichts!“ Auch nicht ohne das große Interesse eines Publikums, das die einmalige Verbindung der Künste sehr wohl zu schätzen wusste und dieses Gesamtkunstwerk auf ebenso einmalige Weise unter einem schützenden Dach erleben konnte.

Wie bestellt, setzte der Regen in diesem „dauerhaften Herbst“ (Kuhnt) während der ersten beiden Teile des Oratoriums (Frühling, Sommer) passend zum Text und der Musik ein. Die Kombination von Kunst, Musik, Sprache und Wetter passte. Das bestätigte auch die Kulturministerin Anke Spoorendonk: „Wie das Wetter zur Musik passte. Großartig!“

Dagmar Rösner aus Eckernförde bestätigte: „Ganz toll, wie Musik und Texte zueinander passten. Dazu Brandauers Übergänge zur Musik! Die Tonübertragung (Reihe 45) war auch wunderbar. Ich konnte jede Nuance verstehen. Klaus Maria Brandauer ist eine große Bereicherung. Ein Traum!“

Reinhard Frank

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erstellt am 17.Jul.2016 | 14:30 Uhr

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