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Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 10:03 Uhr

Handball-SH-Ligen : Standortbestimmung für HSG Eider Harde gegen Oberliga-Absteiger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga genießt lediglich die HSG Eider Harde am zweiten Spieltag Heimrecht. Nach dem überzeugenden Derbysieg beim Büdelsdorfer TSV hat das Team um Trainer Matthias Hinrichsen den TuS Lübeck zu Gast.

In der Handball-SH-Liga genießt lediglich die HSG Eider Harde am zweiten Spieltag Heimrecht. Nach dem überzeugenden Derbysieg beim Büdelsdorfer TSV hat das Team um Trainer Matthias Hinrichsen den TuS Lübeck zu Gast. Das Team von der Trave ließ es beim Auftakterfolg gegen die spielstarke HSG Tarp-Wanderup (36:29) ebenso krachen.

Männer
HSG Nord-NF – Büdelsdorfer TSV (Sbd., 16.30 Uhr)
Nach dem 25:44 gegen Eider Harde heißt es für den BTSV und Trainer Patrick Möller „abhaken, Strich drunter und nach vorn schauen“. In Süderlügum wartet (k)eine leichte Aufgabe. Leicht, weil deutlich einfacher zu schlagen als die HSG Eider Harde. Schwer, weil beide Teams wissen, dass es diese Spiele sind, die zum Klassenerhalt gewonnen werden sollten. Die Nordfriesen unterlagen zum Auftakt knapp dem TSV Mildstedt mit 32:34. „Ich male mir schon etwas aus, aber es wird für uns in jeder Partie schwer“, weiß Möller, dem die Auftaktpleite viele Schwächen offenbarte. „Wir müssen viel mehr in der Abwehr arbeiten und schnellstmöglich alle Spieler dort auf ein Niveau bringen, um durchwechseln zu können. In erster Linie aber dürfen wir nicht noch einmal so einbrechen wie in den letzten zehn Minuten.“

Zur Erinnerung: Der BTSV erlaubte der HSG Eider Harde einen 10:0-Lauf. Trotzdem habe sich keiner in seiner Mannschaft die Niederlage zu Herzen genommen und genau das freute Möller: „Direkt nach dem Abpfiff war zu merken, dass keiner die Hoffnung verloren hat und dass dieser eine Rückschlag nicht schlimm war. Alle haben verinnerlicht, dass die Saison lang ist und wir noch viele Chancen haben. Das hat man bereits im Dienstagstraining gesehen.“ Übrigens ist sein Trainerpendant am Sonnabend ein alter Bekannter. Nordfrieslands Trainer Jan Tuschke spielte selbst vor mehreren Jahren für den BTSV, allerdings noch mit dem Familiennamen Schröder. Damals bejubelte er den Oberligaaufstieg, doch die Mannschaft löste sich als Bezirksligameister auf. Bis heute dauerte es, bis der neue BTSV wieder regional eine Rolle spielt.

HSG Eider Harde – TuS Lübeck (Sbd., 19.15 Uhr)

Der Auftakt gegen einen Aufsteiger war verheißungsvoll. Jetzt steht gegen einen Oberliga-Absteiger eine ungleich kompliziertere Aufgabea bevor. HSG-Trainer Matthias Hinrichsen sieht seine Mannschaft in der Außenseiterrolle: „Wir sind zwar auf einem guten Weg, aber die Lübecker gehören zu den großen Meisterschaftsfavoriten.“ Hinrichsen tut wahrscheinlich gut daran, sein Team nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Sprüche, dass dieses Spiel gewonnen werden müsse, wird es von ihm nicht geben. Zumal einige Eider-Handballer ohnehin dazu neigen, extrem hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen. Der Trainer möchte dagegen im ersten Heimspiel eine befreit aufspielende Mannschaft sehen. Eine, die mit gelöster Handbremse Spielfreude und -witz versprüht – und das Publikum dabei mitnimmt.

Der TuS verfügt über eine junge, gut ausgebildete Truppe, die von Trainer Harro Naujeck betreut wird. Hinrichsen kennt einige Spieler aus seiner Zeit beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau. Es sind Spieler, die die Jugendteams des VfL durchlaufen und später den Sprung in die „Erste“ verpasst haben. Der Coach erwartet eine niveauvollere Partie als vor einer Woche. Vor allem eine Begegnung mit mehr Tempo, in der keiner der Kontrahenten das Spiel verschleppt. Verzichten muss Hinrichsen auf die Erfahrung des Rückraum-Linken Reiner Kobs, der privat verhindert ist. In Büdelsdorf wurde Kobs vor allem in der Abwehr eingesetzt. Die Lücke wird morgen wohl Finn Ketelsen schließen müssen. Im Angriff wird es vermutlich wieder Nico Greve sein, der auf der Königsposition ran darf. Greve ist einer aus der Riege „Routine“, zu der auch Steffen Oeltjen, Jörg Gosch, Philipp Henrich sowie Keeper Gerald Dobratz zählen. Alles Spieler, die dafür sorgen, dass die HSG ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis in der SH-Liga gehört. Das Duell gegen Lübeck avanciert zur echten Standortbestimmung.

Bredstedter TSV – TSV Alt Duvenstedt (So., 17 Uhr)

Es ist ein merkwürdiger Zufall. Am zweiten Spieltag treffen alle Sieger der Vorwoche aufeinander – und alle Verlierer. Die einzige Ausnahme ist die Begegnung zwischen der HSG Marne/Brunsbüttel und der HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve. Das bietet vor allem für die Verliererteams des ersten Durchgangs die Möglichkeit, schnell den Anschluss zu finden, um sich mit 2:2-Punkten im breiten Mittelfeld zu positionieren. Auch der TSV Alt Duvenstedt kann profitieren, wenn er es schafft, in Bredstedt zu gewinnen. Der dort ansässige Turn- und Sportverein musste sich mit 27:28 gegen die HSG Weddingstedt geschlagen geben, dominierte aber weite Strecken der Partie. Kein Wunder, dass Alt Duvenstedts Trainer Thomas Carstensen massive Gegenwehr in Bredstedt erwartet. „Die wollen natürlich auch ihre ersten Punkte holen. Das wird ganz schwer für uns.“ Vor allem auf eine robuste 6:0-Abwehr sollten sich die Alt Duvenstedter einstellen. Zudem auf einen Bredstedter Angriff, der spielerisch durch die Rückraum-Asse Thies Petersen, Jan Flatterich und Lasse Sörensen dominiert wird. Petersen hat wie Rechtsaußen Flemming Hensen die Jugend-Handballschule der SG Flensburg/Handewitt durchlaufen und ist daher technisch und taktisch fit. „Bredstedt hat einfach eine gute Truppe und vor allem eine starke Startsieben. Wie in fast jedem Spiel in dieser Saison gibt es keinen Favoriten. Wir müssen um den Sieg fighten, wenn wir ihn wollen“, betont Carstensen.

Vor allem komme es darauf an, die Abwehr zu knacken und die Spielmacher Flatterich und Petersen nicht zum Zuge kommen zu lassen, sagt Carstensen: „Gelingt uns das, können wir sie schlagen.“ Allerdings sind mit Christian Eichstädt, Sven Karsten und Lasse Kock drei seiner Spieler mit Muskel- und Sehnenproblemen angeschlagen. „Ich hoffe darauf, dass sie fit werden und wir die ersten Punkte holen“, sagt der TSV-Coach. Am Sonntagabend wird klar sein, welcher TSV sich ins Mittelfeld schiebt und welcher früh den Anschluss verliert.

Frauen
HC Treia/Jübek – TSV Alt Duvenstedt (Sbd., 19 Uhr)

Nach dem geglückten Einstand in der neuen Spielklasse mit dem 31:25-Sieg über die HSG Tills Löwen fährt der Aufsteiger ohne großen Druck zum HC Treia/Jübek. Dort steht das Team von Torben Kutschke allerdings vor einer weitaus höheren Hürde als am Vorwochenende. „Treia/Jübek hat sich seit Jahren in der Liga etabliert und nun zum Auftakt in Reinfeld gewonnen. Die werden uns ganz anders fordern“, sagt der Alt Duvenstedter Trainer. Vor allem in der Defensive erwartet sein Team Schwerstarbeit, stellten die Gastgeberinnen in der vergangenen Saison mit 629 Treffern in 20 Spielen den mit Abstand besten Angriff in der Schleswig-Holstein-Liga. „Wir tun aber gut daran, uns nicht zu sehr mit den Schwächen und Stärken des Gegners zu beschäftigen. Wir müssen uns auf uns konzentrieren.“

Gerne hätte der Coach Britta Müller dabei gehabt, doch die Goalgetterin verletzte sich im Auftaktspiel und steht am Sonnabend definitiv nicht zur Verfügung. Zudem bangt der Coach um Jenny Kiehn. Wegen einer Grippe steht noch ein Fragezeichen hinter ihrem Einsatz. „Zur Not werden wir unser Team mit A-Jugend-Spielerinnen auffüllen“, verrät Kutschke.

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