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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 13:35 Uhr

Hütten : Sprung ins Grüne hat sich gelohnt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rückblick auf die ersten Monate der neuen Waldgruppe des Kindergartens Hüttener Berge. Kinder, Eltern und Erzieher sehr zufrieden.

Eine Höhle haben sie gebaut, die Tiere des Waldes kennengelernt, Lagerfeuer gemacht und einen Fluss überquert – für die 13 Kinder, zwölf Jungs und ein Mädchen, der Waldgruppe des Kindergartens Hüttener Berge waren die ersten vier Monate mitten im Hüttener Forst eine aufregende Zeit.

Für drei der Kinder, Till, Luc und Lars, endet mit der Einschulung in wenigen Wochen die Zeit im Wald. Mit einem kleinen Fest wurden die drei Jungen schon jetzt verabschiedet. Eine Gelegenheit auch für Eltern und Erzieherinnen, auf das junge und neue pädagogische Angebot zurückzublicken. „Viele Kinder haben sich positiv entwickelt“, sagt Kita-Leiterin Martina Heise. Gerade für die Kinder, denen vier Wände zu eng sind, bietet die Waldgruppe neue Freiheiten. Durch die Spiele im Wald, wie das Klettern, würden die Mädchen und Jungen Selbstbewusstsein entwickeln. „Ein Kind war zuvor ganz verschlossen“, sagt Monika von Zobeltitz, die gemeinsam mit Svenja Andresen die Waldgruppe leitet. „Hier ist er wie ausgewechselt, er entwickelt viele eigene Ideen und ist voller Bewegungsfreude“, sagt sie.

Dabei sei der Start der Waldgruppe nicht so einfach gewesen, denn schließlich fing man im Februar an. „Die Kinder waren fit“, erzählt Monika von Zobeltitz, viele Infekte seien an ihnen vorübergegangen.

Der sechsjährige Luc aus Damendorf wird nach den Ferien in die Eckernförder Waldorfschule wechseln. „Schade, dass es nur sechs Monate waren“, sagt sein Vater Volker Ciesla rückblickend. Doch das zweite Kind sei schon im Anmarsch und solle auch die Waldgruppe besuchen, das stehe jetzt schon fest. „Das Spielzeug gibt der Wald vor“, sagt er. Luc würde eher seinen Bagger zuhause links liegen lassen und draußen spielen. Auch Daniela Schlegel, die Mutter von Lars blickt rundum zufrieden zurück, und für Claudia Stauchs Sohn Till sei die Zeit in der Waldgruppe „das Beste gewesen, was ihm passieren konnte.“ „Spielen, schaukeln, klettern“, das sind Tills Lieblingsaktivitäten gewesen, sagt er selbst. „Wir haben viel Unterstützung von Förster Thomas Kahn und den Landesforsten bekommen“, betont Detlef Kroll, Vorsitzender des Kindergartenausschusses, der in den vergangenen Wochen und Monaten mitangepackt hat, um den Bauwagen für die Kinder in Schuss zu bringen. Ein paar Arbeiten stünden auf dem Gelände auch noch an. Beispielsweise soll eine zweite Heizung für den Winter installiert werden. Doch den Wagen wollen die Kinder nur so selten wie möglich von innen sehen. „Wir hatten Glück“, berichtet von Zobeltitz, „die schweren Unwetter kamen erst, wenn wir Feierabend hatten.“ Und Regen sei kein Grund, das Spielen im Wald zu unterbrechen.

Nach den Ferien werden neun neue Kinder kommen, ein Junge und acht Mädchen. Nicht alle zur gleichen Zeit, sondern immer dann, wenn sie drei Jahre alt werden, wechseln sie aus der Gruppe in Ascheffel in den Wald, einige dann erst 2017. „Daher haben wir noch ein paar Plätze frei“, sagt Martina Heise.

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erstellt am 02.Jul.2016 | 17:00 Uhr

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