zur Navigation springen

Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 19:39 Uhr

Faire Sportler : Sport-Event der Herzlichkeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Europäische Jugendspiele ein voller Erfolg. Spaß und Fairness sind den 700 Teilnehmern wichtig.

Es ist kurz nach 11 Uhr. Der heftige Regenguss, der gerade herunterkommt, wird noch abgewartet. Dann fällt auf dem Sportplatz Nobiskrug am Sonnabend der Startschuss für die erste 4-mal-100-Meter-Staffel. Zum neunten Mal finden die Europäischen Jugendspiele statt. 500 Jugendliche aus Rendsburgs Partnerstädten Aalborg in Dänemark, Almere in den Niederlanden, Haapsalu in Estland, Kristianstad in Schweden, Kreis Racibórz in Polen, Rathenow in Brandenburg und Vierzon in Frankreich sind gekommen. 200 Rendsburger Jugendliche machen mit. Die ersten drei Tage der Spiele sind ein voller Erfolg.

Die Jugendlichen messen sich in zehn Sportarten: Badminton, Basketball, Fußball, Golf, Handball, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen und Tischtennis. Zudem gibt es Workshops zu Musik und Tanz. Die gemeinsam unter professioneller Leitung erarbeitete künstlerische Performance wird heute zur Abschlussveranstaltung präsentiert. Seit 1975 beteiligt sich die Stadt Rendsburg regelmäßig mit jungen Sportlern an Internationalen Jugendspielen in ihrer Partner-stadt Aalborg. Und sie richtet im olympischen Vierjahres-rhythmus eigene Spiele für die Jugend aus, zuletzt unter der Bezeichnung „Internationale Rendsburger Jugendspiele und Kulturtage“.

Auf dem Sportplatz Nobiskrug tragen 63 junge Leichtathleten Wettkämpfe in 13 verschiedenen Wurf-, Sprung- und Lauf-Disziplinen aus. Von der Tribüne aus feuern sie sich gegenseitig an. „Wir sprechen alle Englisch“, erklärt die für die Leichtathletik-Wettbewerbe verantwortliche Yara Scheidemann. Außerdem gebe es noch eine Mutter, die Französisch beherrscht und einen Stadionsprecher, der im Dänischen zu Hause ist. „Wir wollen vor allem, dass sich die Jugendlichen gut verstehen“, sagt Scheidemann.

Auf dem Sportplatz nebenan treten sechs Fußballmannschaften an. Drei aus Rendsburg, eine aus Rathenow, eine aus Vierzon und eine aus Haapsalu. Jeder spielt gegen jeden, jeweils 20 Minuten. „Wir sehen sehr ausgeglichene Spiele“, stellt Organisatorin Beate Böhm zufrieden fest. „Auf dem Platz zählt der Wettkampf, aber sie spielen fair, es gibt kaum Fouls.“ Die Ruderer müssen sich am Sonntag gedulden. Der Start der Wettkämpfe in den Bootsklassen Einer, Zweier und Vierer wird wegen des Regens verschoben. Die zwölf Teilnehmer, darunter sechs aus Almere und zwei aus Kristianstad, warten im Bootshaus. Auch gestern mussten sie wegen des Regens ihren Trainingsplan umwerfen, erzählt Organisatorin Juliane Kaak. Aber die Stimmung ist ungetrübt. „Wir konnten unsere Gäste in Gastfamilien unterbringen“, verrät sie. „Das schweißt noch mehr zusammen. Man sieht ja, wie sie alle miteinander Karten spielen.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen