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Landeszeitung

09. Dezember 2016 | 06:54 Uhr

Sozialdemokraten: Rückendeckung für Thomas Klömmer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wie auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung angekündigt, beschäftigte sich die SPD in Erfde in einer Mitgliederversammlung mit ihrem Verhältnis zu CDU-Bürgermeister Thomas Klömmer – vor dem Hintergrund der umstrittenen Mitgliederwerbung für dessen Landtags-Kandidatur. Nur 20 der insgesamt 40 SPD-Mitglieder des Ortsvereines erschienen zur Versammlung. Die Gemeindevertreter unternahmen zunächst einen Ausflug in die Vergangenheit. Anhand von Beispielen wurde aufgezeigt, dass in der vergangenen Wahlperiode, in der die Erfder Wählergemeinschaft (EWG) unter Bürgermeister Jürgen Swazinna die Mehrheit hatte, wenig zusammenlief. „Vieles lag im Argen“, so der Fraktionsvorsitzende Jörg Zimmermann. Gemeindevertreter Bernd Sadlowsky erinnerte daran, dass unter Swazinna Bau-Ausschusssitzungen nur sehr begrenzt stattgefunden hätten. „Der damalige Bürgermeister hat das Dorf abgeradelt und dann nach Gutsherrenart entschieden“, so Sadlowsky. „Das Miteinander fehlte total.“ Daraufhin machte die Erfder SPD nach der jüngsten Kommunalwahl mit der CDU-Fraktion gemeinsame Sache – und Thomas Klömmer zum Bürgermeister. „Heute werden wir umfassend informiert und voll in die Entscheidungsvorgänge einbezogen“, bekundeten auch die beiden bürgerlichen Mitglieder Bernd Drescher und Jörk Kornappel. Wert legte man noch auf die Feststellung, dass die SPD eigene Fraktionssitzungen organisiert, aber gelegentlich auch gemeinsam mit der CDU arbeitet. Keines der SPD-Mitglieder sah in der Mitgliederwerbung von Thomas Klömmer etwas Verwerfliches: Schließlich lasse die CDU-Parteisatzung Schnuppermitgliedschaften ausdrücklich zu. Und die von Klömmer angeworbenen 80 Neumitglieder seien ja auch alle von der CDU durchgewunken worden, wie es zur Begründung hieß. Der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Holger Astrup stellte dazu fest: „Klömmer hat gegen nichts verstoßen und alles verloren – aber das Ganze hat mit seinem Bürgermeisteramt nichts zu tun.“

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erstellt am 19.Apr.2016 | 12:16 Uhr

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