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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 23:02 Uhr

Parteitag in Rendsburg : Sicherheitsbedenken – Flüchtlingshilfe weicht der AfD aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aktivisten rufen zu einem „Antifaschistischen Aktionstag“ mit Demonstrationszug durch die Innenstadt und einer Kundgebung auf dem Paradeplatz am Sonnabend auf.

Der Parteitag der Alternative für Deutschland (AfD) am Wochenende im Hohen Arsenal sorgt im Vorfeld für Zündstoff. Aktivisten der linksautonomen Szene haben die Leitung der für das Veranstaltungszentrum zuständigen Volkshochschule aufgefordert, der AfD die Nutzung der Räume zu untersagen. „Gegen diesen Parteitag, bei dem der Landesverband der AfD sich für die kommenden Land- und Bundestagswahlen aufstellen will, mobilisieren wir, das antifaschistische Kampagnenbündnis Nationalismus ist keine Alternative (NIKA) – Schleswig-Holstein, zu Gegenprotesten“, hieß es in einem offenen Brief, der im Internet veröffentlicht wurde. Gleichzeitig riefen die Aktivisten zu einem „Antifaschistischen Aktionstag“ mit Demonstrationszug durch die Innenstadt und einer Kundgebung auf dem Paradeplatz am Sonnabend auf. Auch im Hohen Arsenal selbst könne es zu Protesten kommen, kündigten die Aktivisten an. Beim Kreis war bis gestern Mittag keine Demonstration angemeldet. Die VHS-Leitung war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Unterdessen rüstet sich die Polizei. „Wir müssen davon ausgehen, dass es in Rendsburg zu Protesten aus dem linken Spektrum kommt“, sagte Sprecher Rainer Wetzel. „Darauf bereiten wir uns vor.“ Auch die Flüchtlingshilfe Region Rendsburg zog Konsequenzen. Ein lange geplanter Flohmarkt zu Gunsten der Initiative, der am Wochenende ebenfalls im Hohen Arsenal über die Bühne gehen sollte, wurde auf den 2. Oktober verschoben. „Wir wissen alle nicht, was uns da am Wochenende erwartet“, sagte Vereinsvorsitzender Matthias Bruhn. „Bevor irgendein Besucher bepöbelt wird, sagen wir das lieber ab.“

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erstellt am 06.Sep.2016 | 14:03 Uhr

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