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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Schlechtes Pilzjahr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der September war zu trocken, mittlerweile ist es zu kalt

Die Wälder rund um Meezen und Aukrug sind bei Pilzsammlern ein beliebtes Revier. Wer sich in diesem Jahr dort aber auf die Suche nach Hallimasch, Steinpilz, Krauser Glucke und Co. gemacht hat, ist womöglich enttäuscht worden: Die fette Beute blieb aus, die Pilzsaison kam nicht richtig in Gang. „Es war zu trocken“, erklärt Pilzexpertin Anita Engler. Es habe vor allem merklich weniger Maronen gegeben als in anderen Jahren, so ihr Fazit.

Mittlerweile ist es schon zu kalt, um noch berechtigte Hoffnung zu haben, dass sich die Körbe doch noch füllen. „Im Grunde sammelt man immer nur bis zum ersten Bodenfrost“, so Engler, „zumindest die gängigen Speisepilze.“ Generell würden Pilze aber das ganze Jahr über wachsen. Die beliebtesten, essbaren unter den rund 6000 verschiedenen Arten in Schleswig-Holstein sprießen jedoch zwischen September und Oktober. Wie die Saison verläuft, ist immer von verschiedenen Faktoren abhängig – allen voran vom Wetter. „Man geht sogar davon aus, dass das Wetter über das gesamte Jahr eine Rolle spielt, nicht nur im Spätsommer“, erklärt die Wasbekerin, die auch Pilzwanderungen für Interessierte anbietet.

Jenen, die sich jetzt noch auf die Pirsch machen, rät sie dringend: „Wenn man nur zwei Pilzarten kennt, dann sollte man auch nur zwei sammeln.“ Immer wieder komme es zu Vergiftungen – entweder, weil die falschen Pilze in der Pfanne landen, oder weil sie nicht richtig zubereitet werden. So sollten Waldpilze zum Beispiel nie roh in den Salat geschnitten werden. Wer sich nicht sicher ist, ob sich unter der Ausbeute auch giftige Pilze befinden, sollte diese nicht mit den anderen in den Korb legen, sondern in eine Butterbrot-Tüte aus Papier verpacken. Eine Pilzberatung bieten unter anderem die Kieler Pilzfreunde an, denen auch Anita Engler angehört. Jetzt, da es nicht mehr so viel Schmackhaftes zu sammeln gibt, empfiehlt sie aus anderem Grund durch den Wald zu streifen: „Man kann sich auch einfach nur an den Pilzen erfreuen und sie beispielsweise fotografieren. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen – von kugelig und becher- bis hin zu fadenförmig.“> www.kieler-pilzfreunde.de

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erstellt am 27.Okt.2016 | 11:30 Uhr

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