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Landeszeitung

23. Juli 2016 | 15:05 Uhr

Fernsehköche : RTL2-Kochprofis in Rendsburg: So wird hinter den Kulissen gearbeitet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Kochprofis waren im Norden. Unser Redakteur war beim Abschlussabend dabei. Was er vom Fernsehteam gelernt hat.

Rendsburg | Um die Speisekarte lesen zu können, wären Spanisch-Kenntnisse nötig gewesen. Doch was soll’s? Wenn sowieso alles serviert wird, was die Küche hergibt, spielt der schriftliche Überblick über das Speisenangebot keine große Rolle. Die RTL2-Kochprofis jedenfalls tischten am Freitagabend mächtig auf: Zum Abschluss ihres Coachings im „Picasso“ luden Frank Oehler, Andi Schweiger und Nils Egtermeyer gemeinsam mit der Crew der Tapas-Bar 50 Gäste zu einem intensiven Streifzug durch die Vielfalt der spanischen Küche ein.

Es war ein spannender Abend mit Lampenfieber – denn es ist gar nicht einfach, sich voll und ganz auf das Essen und die Gespräche mit Tischgenossen zu konzentrieren, wenn zwei Kamerateams durchs Restaurant schwirren und man jederzeit damit rechnen muss, ins Visier genommen zu werden. Drei Tage hatten sich die drei Kochprofis und ihr neunköpfiges Fernsehteam Zeit genommen, um der Crew des „Picasso“ bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Der Abschlussabend diente dazu, den Gästen – und später den Fernsehzuschauern – zu zeigen, dass man die gastronomische Lektion verstanden hat. Aber zuvor mussten die Gäste des Abends eine Lektion lernen. Aufnahmeleiter Gordon Wüst schärfte ihnen ein: „Nie direkt in die TV-Kamera gucken. Und bitte lasst eure Handys in den Taschen. Es würde doof aussehen, wenn wir euch filmen, wie ihr uns filmt.“

Mit dem Ergebnis der Dreharbeiten zufrieden: Wirtin Yasneira Solis und Aufnahmeleiter Gordon Wüst.
Mit dem Ergebnis der Dreharbeiten zufrieden: Wirtin Yasneira Solis und Aufnahmeleiter Gordon Wüst. Foto: Hendrik Matzen

Wenn die Leistung vom Freitag keine Eintagsfliege war, ist das „Picasso“ auf einem guten Weg. Ob „Datiles con Bacon Chorizo“ (Datteln ummantelt mit spanischem Speck), „Patatas Bravas“ (Kartoffeln mit einer pikanten Soße) oder „Pollo Ajillo“ (Huhn mit Knoblauch, hier serviert mit Röstkartoffeln): Alles schmeckte, alles hatte einen gewissen Pfiff, und alles machte den Eindruck, mit Liebe zubereitet worden zu sein. Liebevoll wurde das Essen auch serviert: Das aufmerksame Servicepersonal glänzte mit Freundlichkeit und Charme.

Wirtin Yasneira Solis merkte man zum Beginn des Abschlussabends die Belastungen der vergangenen Tage an. Doch die Zufriedenheit der Gäste mit dem Essen setzte offenbar so viele Glückshormone frei, dass sie den Abend mit jeder Minute etwas mehr genießen konnte. „Die Dreharbeiten waren unglaublich anstrengend“, sagte sie zur Landeszeitung. Bis in die Nacht wurde gedreht. Doch sie sei sehr froh über den Einsatz der RTL2-Kochprofis, „denn das hier ist unsere letzte Chance.“ Als sie und ihr Freund das Restaurant im August übernommen haben, standen sie vor einem Berg von Problemen. Das Personal wechselte, die Ausgaben waren viel höher als erwartet, die Preise falsch kalkuliert. Ein eigentlich banales, aber kostentreibendes Problem habe man sofort gelöst, so Aufnahmeleiter Wüst: „Der Thermostat der Heizung war defekt; wenn sie eingeschaltet war, lief sie immer auf vollen Touren.“

Die Kochprofis selbst tauchten am Freitag zunächst nur sporadisch vor den Gästen auf. Sie hatten in der Küche alle Hände voll zu tun. Eigentlich schade, denn eine kurze Ansprache zum Beginn des Abends hätte man sich gewünscht, ebenso eine bessere Akustik. Die Abschlussszenen wurden auf einer improvisierten Bühne gedreht. Wer weiter weg saß, konnte kein Wort verstehen. Noch ein kleines Manko: Die Tische standen so eng beieinander, dass man stets die Rückenlehne des Hintermannes im Kreuz spürte – ein Tisch weniger wäre mehr gewesen.

Die siebenjährige Luise malte ein Bild von und für Kochprofi Frank Oehler. Dieser revanchierte sich mit einer Autogrammkarte mit Herzchen.
Luise (7) malte den Kochprofis ein Bild - und bekam im Gegenzug ein Autogramm. Foto: Dirk Jennert
 

Als die Arbeit in der Küche getan war, nahmen sich die Kochprofis Zeit für die Gäste. Sie gaben unzählige Autogramme und ließen sich geduldig von und mit ihren Fans fotografieren. Die am häufigsten gestellte Frage, wann die Folge gesendet wird, konnten sie allerdings nicht beantworten. Zunächst beginnt in den kommenden Tagen die sogenannte Post-Produktion: Vier Wochen wird es dauern, bis die Aufnahmen aus Rendsburg zu einer „Kochprofi“-Folge zusammengeschnitten sind.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 12:00 Uhr

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