zur Navigation springen

Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

SH Netz Cup : Revanche auf dem Kanal? Noch zieren sich die Briten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In zwei Monaten startet mit dem „SH Netz Cup“ der härteste Ruder-Marathon der Welt. Doch ob es zur Revanche zwischen Deutschland und Großbritannien kommt, ist noch offen.

Da ist noch eine Rechnung offen – rein sportlich betrachtet. Ausgerechnet auf seiner Leib- und Magen-Strecke hatte der Deutschland-Achter gegenüber der Konkurrenz aus Großbritannien im vergangenen Jahr das Nachsehen. Beim „SH Netz Cup“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal waren die Briten nach 37:45 Minuten im Ziel, acht Bootslängen vor den deutschen Ruderern. Am 25. September kommt es zur Neuauflage des härtesten Ruderrennens der Welt (12,7-Kilometer-Strecke). Doch ob es auch die Chance zur Revanche gibt, ist noch offen.

Denn während der Deutschland-Achter auf jeden Fall dabei ist, gibt es von den Briten bisher keine Zusage. „Wir sind in Gesprächen“, sagt Wolfgang Berndt, der den Cup gemeinsam mit seinem Sohn Florian Berndt organisiert. Die Rendsburger stehen mit den Briten seit Wochen in engem Kontakt. Man kennt sich, man schätzt sich. Für Berndt wäre der Wettstreit zwischen dem Deutschland-Achter und dem Briten-Achter ein Traum-Duell. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London holte das deutsche Team die Goldmedaille. Wolfgang Berndt: „Aber seitdem haben die Briten jede Weltmeisterschaft gewonnen.“

Auf jeden Fall wäre ihnen auf der Strecke zwischen Breiholz und Rendsburg ein großer Auftritt sicher. Tausende Besucher werden am Ufer erwartet, zudem ist das Fernsehen wieder mit von der Partie. Die ARD will das Rennen live übertragen. Die Programmverantwortlichen reservieren für den „SH Netz Cup“ insgesamt 60 Minuten Sendezeit, zehn Minuten mehr als 2015.

Der „SH Netz Cup“ wird wie im Vorjahr wieder ein Volksfest für alle sein. Offizieller Auftakt ist der Freitag, 23. September. Wolfgang und Florian Berndt wollen während der drei Tage erneut mindestens einen musikalischen Top-Act an den Kanal holen. Details nennen sie noch nicht. Allerdings ist auch klar: Am Sonntagabend wird es kein großes Konzert mehr geben. „Wir ziehen damit die Konsequenzen aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres“, sagt Florian Berndt. Das Konzept, mit der Sängerin Alexa Feser am Sonntagabend zahlreiche Fans auf den Platz neben der Eisenbahnhochbrücke zu locken, war nicht aufgegangen. Die Berndts schätzen das folgendermaßen ein: Wenn das Rennen und die Siegerehrung als Höhepunkt der drei Tage vorbei sind, ist auch das Fest vorbei.

Übrigens: Neben dem Hauptrennen gibt es eine weitere sportliche Attraktion. Erstmals nach vier Jahren findet der 400-Meter-Sprintwettbewerb nicht mehr in Hamburg, sondern wie früher in Rendsburg statt. Knapp eine Minute dauert es. Direkt vor dem Kreishafen zeigen die Sportler, zu welchen Leistungen sie auch auf der vergleichsweise kurzen Distanz fähig sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen