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Landeszeitung

09. Dezember 2016 | 12:45 Uhr

Rettungskräfte klingeln Anwohner aus den Betten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gas-Alarm in Schacht-Audorf: Bagger reißt Leitung auf / Feuerwehr und Polizei evakuieren Wohnhäuser

Gestern morgen um 6 Uhr war für die Anwohner in der Kieler Straße in Schacht-Audorf die Nacht zu Ende. Feuerwehr und Polizei klingelten die Menschen aus den Betten. Ein- und Mehrfamilienhäuser wurden evakuiert. Grund für den frühen Einsatz war ein Leck an einer Hauptgasleitung.

Eine Tiefbaufirma hatte den Schaden verursacht. Ihre Mitarbeiter sollten den Bruch einer Wasserleitung reparieren. Um vier Uhr morgens rissen sie einen Gehweg auf. Doch dabei kamen sie der Gasleitung zu nahe. Einer der Erdgashausanschlüsse wurde beschädigt. Sofort trat Gas aus. Um keine Explosion zu verursachen, ließen die Arbeiter alles stehen und liegen und verständigten umgehend die Feuerwehr. Diese rückte mit mehr als 40 Einsatzkräften aus Rendsburg und Schacht-Audorf an. Unterstützt von der Polizei leiteten sie die Evakuierung der Anwohner ein. Die Menschen wurden kurzzeitig im nahegelegenen Verwaltungsgebäude des Amtes Eiderkanal untergebracht. Dort kümmerten sich die Retter und die Mitarbeiter der Behörde um die 40 morgendlichen Überraschungsgäste.

Ebenso schnell wie die Feuerwehr waren auch Gas-Spezialisten von der Schleswig-Holstein Netz AG vor Ort. Sie konnten den Gasaustritt gegen 6.45 Uhr stoppen. Wie das Versorgungsunternehmen in einer Pressemitteilung erklärte, wurde mit der Reparatur umgehend begonnen. Sie dauerte knapp zwei Stunden.

Bevor die Anwohner der Kieler Straße im Abschnitt zwischen der Straße Hohenbusch und dem Christianenweg wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten, testete die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter der SH Netz AG jede einzelne Wohnung auf Gasrückstände. „Gegen 8 Uhr hatten wir alle Wohnungen kontrolliert und die Bewohner konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren“, sagte Einsatzleiter Jörg Martens von der Feuerwehr Schacht-Audorf. Eine Stunde später, etwa gegen 9 Uhr, wurden auch die abgestellten Gasanschlüsse wieder in Betrieb genommen. Die Reparatur der Wasserleitung zog sich noch bis in die späten Nachmittagsstunden hin. Nach Aussage des Einsatzleiters sei das betroffene Rohr auf einer großen Länge aufgerissen. „Die Reparatur hat sich deshalb hingezogen“, so Martens weiter. Während der Arbeiten an den beschädigten Gas- und Wasserleitungen musste die Kieler Straße auf Höhe der Baugrube halbseitig gesperrt werden.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 20:39 Uhr

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