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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

Verzögerungen : Rendsburger Schwebefähre: Kein grünes Licht für neue Route

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Zeit für die Verlegung der Ersatzfähre wird knapp - und der Stichtag Schulbeginn ist kaum noch zu halten.

Rendsburg | Die Verlegung des Ersatzverkehrs für die havarierte Schwebefähre nach Osten verzögert sich offenbar. Das ursprüngliche Ziel einer Lösung zum Ende der Sommerferien ist kaum noch erreichbar. Die Kreisverwaltung, die Stadt Rendsburg und die Gemeinde Osterrönfeld haben zwar schon einen Vorschlag gemacht, doch die Prüfung durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) dauert an. Den Experten bleiben dafür nur noch gut zwei Wochen.

Der Beginn der Sommerferien war der Zeitpunkt, an dem der Einsatz der Ersatzfähre für die havarierte Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal auf den Prüfstand kommen sollte. Bemängelt wurde vor allem eines: Der Standort für den Pendelverkehr liege viel zu weit westlich. Damit sei er zu nah am Fußgängertunnel gelegen und besonders für Schüler unattraktiv. Denn die bräuchten in der „Rush Hour“ vor Schulbeginn eine Alternative, die insbesondere Kinder aus Osterrönfeld, die in Rendsburg zur Schule gehen, gerne nutzen würden.

Bislang gibt es morgens häufig lange Schlangen am Tunnel. Der Kreis, die Gemeinde Osterrönfeld, die Stadt Rendsburg und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt versprachen, einen neuen Standort, der näher an der Hochbrücke und damit an der Route der Schwebefähre liegt, zu prüfen. Die Zeit drängt, zum Stichtag 5. September geht das neue Schuljahr wieder los. Doch bislang gibt es noch keine Entscheidung über eine mögliche Verlegung der Route nach Osten.

Ein Vorschlag des Kreises liegt bereits vor: Das Bauamt hat einen möglichen Ort auf dem Gelände des Kreishafens ausgemacht, der in Frage kommen könnte. In die Prüfung seien auch Rendsburg und Osterrönfeld einbezogen worden, sagte Volker Breuer von der Kreisverwaltung. Dabei geht es um eine Rampe ganz im Osten des Hafens, näher am ehemaligen Einsatzort der Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke. „Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ist derzeit dabei, unseren Lösungsvorschlag aus nautischer Sicht zu bewerten“, so Breuer.

Die Verwaltung sei dem Wunsch nachgekommen, einen Liegeplatz für den Probebetrieb möglichst nah an der Hochbrücke zu finden. Der Platz im östlichen Teil des Kreishafens ist jedoch eng bemessen. Denn die Kaikante wird gebraucht: „Dort legen zwei Schiffe pro Woche an, um Kalkmergel umzuschlagen“, erklärte Hans-Joachim Paulsen, der in der Verwaltung für den Kreishafen zuständig ist, auf Nachfrage des sh:z. Deshalb kommt seiner Meinung nach nur eine Rampe am äußersten Rand des Kreishafens infrage. Die war einst eingerichtet worden, damit Lastwagen direkt auf spezielle „Roll on Roll off“-Schiffe fahren können, wird heute aber kaum noch genutzt. Entsprechend zugewachsen sieht sie aus. Besucher, die nicht wissen, dass es sich um eine Rampe handelt, dürften sie für eine Böschung halten.

Vom WSA war am Donnerstag nur zu erfahren, dass man noch in der Prüfungsphase sei. Ob die Rampe umgebaut werden muss oder ob sich der neue Standort überhaupt eignet, ist damit kurz vor Wiederinbetriebnahme der Ersatzfähre zum Rendsburger Herbst (Sonderfahrplan 25. bis 28. August) weiter unklar. „Ich gehe davon aus, dass wir zum Schulbeginn einen neuen Standort für die Ersatzfähre haben werden“, sagt Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht. „Allerdings kann ich nur hoffen, dass das WSA es auch bis dahin schaffen wird.“ Möglicherweise wird es auf Rendsburger Seite zunächst einen provisorischen Anleger geben. Bis jetzt ist nur Osterrönfeld auf einen möglichen Routenwechsel vorbereitet. Dort gibt es bereits einen zweiten Anleger östlich des Schwerlasthafens in Richtung der Eisenbahnhochbrücke.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 09:33 Uhr

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