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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 17:15 Uhr

Sperrung wegen Sanierung : Rendsburger Kanaltunnel: Oströhre soll noch im September geöffnet werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kanalverwaltung strebt Verkehrsfreigabe bis Ende September an. Es steht nur noch eine TÜV-Prüfung an.

Rendsburg | Auf dem Weg zur Freigabe der sanierten Kanaltunnel-Oströhre für den Verkehr in Rendsburg ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau einen wichtigen Schritt weiter. Seit Freitag sind die Verantwortlichen im WSA mit den Baufirmen „quitt“ – die neue Betriebs- und Verkehrstechnik wurde seitens der Behörde abgenommen. Jetzt steht nur noch die letzte Prüfung durch den TÜV Nord aus. Sie findet vom 12. bis 14. September in der kommenden Woche statt. Geben die unabhängigen Experten ebenfalls grünes Licht, kann der Verkehr durch die Oströhre fließen.

„Der TÜV ist Gutachter in unserem Auftrag, dieses Gutachten brauchen wir“, sagte Sönke Meesenburg, Chef der für den Tunnel zuständigen Planungsgruppe im WSA, auf Anfrage der Landeszeitung. „Für die Verkehrsfreigabe haben wir den September im Visier.“ Die jetzt erfolgte Abnahme der erbrachten Bauleistungen und von Teilen der Betriebs- und Verkehrstechnik ist nach seinen Worten „ein Meilenstein“. Ein Datum, wann die Absperrungen vor den Einfahrten zur Oströhre abgebaut werden, konnte der leitende Ingenieur nicht nennen. Nach seinen Angaben werde im WSA alles dafür getan, die Freigabe zügig zu erteilen.

Die Sanierung des Kanaltunnels schien bislang wie eine unendliche Geschichte, die viele Menschen im Raum Rendsburg wütend macht. Im Juli führte das sogar dazu, dass zwei Männer die Absperrungen umkurvten. Bei der illegalen Fahrt durch die gesperrte Röhre stellte einer von ihnen fest: „Hier ist doch alles fertig, oder?“

Ganz fertig ist der Tunnel damit aber noch nicht - denn es gibt ja noch eine zweite Röhre. Fest steht, dass es zunächst keine vier Fahrspuren unter dem Kanal geben wird. Grund: Die seit Jahren stark beanspruchte Weströhre muss einer Bauwerksprüfung unterzogen werden. „Wir streben an, beide Röhren dem Verkehr zu übergeben“, gab Meesenburg an, ohne einen zeitlichen Rahmen zu nennen.

Die Sanierung der Weströhre soll erst dann beginnen, wenn mit den Baufirmen ein verbindlicher Bauzeitenplan vereinbart wurde. Er sei noch nicht fertig, hieß es gestern aus dem WSA.

Über die neuen Entwicklungen will die Kanalverwaltung demnächst ausgewählte Vertreter aus Politik und Wirtschaft persönlich informieren. Am Freitag, 16. September, tagt zum zweiten Mal eine vom Unternehmensverband initiierte Arbeitsgruppe, und am Dienstag, 20. September, kommt der „Infobeirat Kanaltunnel Rendsburg“ im Kreishaus zusammen.

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erstellt am 06.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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