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Car-Freitag in Rendsburg : Regen bremst die Autobastler aus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Tunertreffen Car-Freitag war deutlich schlechter besucht als sonst. Die Polizei erwischte einige Raser.

Rendsburg | Besucherflaute herrschte am Freitag beim Tunertreffen Car-Freitag in Rendsburg. Schuld waren wohl das Wetter und der späte Termin. Trotzdem baute die Polizei wie in jedem Jahr Kontrollen auf. Abgesehen hatten es die Beamten vor allem auf Temposünder und unerlaubte technische Umbauten.

Trotz geringerer Beteiligung fiel gleich morgens um neun Uhr ein Autofahrer unangenehm auf – er wurde mit 174 Stundenkilometern auf der B 77 geblitzt. Erlaubt sind dort nur 100. „So mau habe ich das noch nie erlebt“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Mit rund 500 Fahrzeugen seien ein Drittel weniger Autos unterwegs als noch im Vorjahr.

Unter Leitung von Rainer Tschirne, Chef des Bezirkspolizeireviers Rendsburg, hatten die Beamten eine Kontrollstation direkt am Treffpunkt der Tuner-Szene, dem Eiderpark, eingerichtet. Nicht jeder durfte die Fahrt fortsetzen. Gegen 17 Piloten wurden Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gefertigt, in 25 Fällen Verwarnungsgelder ausgestellt. 38 Fahrer erhielten einen Kontrollbericht wegen fehlender Ausrüstungsteile oder technischer Mängel. Einem Fahrzeugführer wurde sogar die Weiterfahrt wegen erheblicher Mängel an der Auspuffanlage untersagt.

Stationäre Blitzer standen an den Bundes- und Zugangsstraßen. Zwei Fahrzeuge und ein Motorrad waren mit mobilen Tempomessanlagen im Einsatz. Bereits am Morgen wurde ein Autofahrer mit 74 „Sachen“ zu viel erwischt – ihn erwartet unter anderem 440 Euro Strafe. Insgesamt waren 370 Fahrer zu schnell unterwegs. Ein Videowagen erwischte auf der A 210 einen Autofahrer, der statt der erlaubten 120 Stundenkilometer mit Tempo 193 unterwegs war. Ihn erwarten 1200 Euro Bußgeld und drei Monate Fahrverbot.

Die meisten Tuner hielten sich indes an die Regeln. Michael Piehl aus Hollingstedt schraubt an Autos herum, seitdem er 18 Jahre alt ist. Am Freitag war er mit seinem Honda CRX angereist. An dem Wagen habe er fast alles verändert, meinte der 36-Jährige. Er habe ihn in zahlreichen Arbeitsstunden tiefer gelegt, die Radkästen gezogen und das Auto verspoilert. Die 20 Jahre alten Felgen wurden farblich veredelt. Kosten: 600 Euro. Dafür glänzen sie nun in markantem Lila. Allein die Soundanlage im Honda hat einen Wert von 5000 Euro, insgesamt habe er wohl 10.000 bis 15.000 Euro zusätzlich in den Honda gesteckt. „Aber der Wagen ist noch nicht fertig, ich habe ständig neue Ideen, was man an dem Auto noch verändern könne.“ Zunächst wolle er eine Laseranlage passend zum Soundsystem einbauen.

Piehl vermutete, dass wegen des spät im Jahr liegenden Karfreitags weniger los gewesen sei als sonst. Normalerweise ist Rendsburg immer eines der ersten Treffen der Saison. Dieses Jahr nicht: Tunertreffen in Geesthacht und Schenefeld haben schon stattgefunden.

Auch Oliver Kupferschmidt aus Owschlag war wenig begeistert. In den Vorjahren sei deutlich mehr losgewesen. Das habe sicherlich auch mit dem Wetter zu tun. Gerade die Bastler mit optisch auffälligen Autos lassen diese bei Regen gerne in der Garage, um anschließend nicht stundenlang putzen und polieren zu müssen.

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erstellt am 14.Apr.2017 | 17:34 Uhr

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